Lokalsport: VfL Rheinhausen erreicht erst im Endspurt das Ziel

Lokalsport : VfL Rheinhausen erreicht erst im Endspurt das Ziel

Frauen-Handball: Der Mannschaft droht jetzt eine weitere schwere Oberliga-Saison, weil einige Spielerinnen gehen.

Zum Schluss bewies der VfL Rheinhausen in der Handball-Oberliga der Frauen Nervenstärke. Nach einer Saison, die über weite Strecken wenig Hoffnung auf den Klassenrehalt geschürt hatte, retteten sich die Bergheimerinnen im Endspurt. Als Zehnter blieb dem VfL der Gang zurück in die Verbandsliga erspart. Entscheidend waren der Überraschungserfolg (31:27) beim Rheydter TV, der bei der GSG Duisburg für vorzeitigen Meisterjubel sorgte, und der knappe 25:24-Heimsieg am letzten Spieltag gegen den TV Biefang.

In die Bredouille hatten sich die Rheinhauserinnen in der Hinrunde gebracht. Unter Trainer Werner Konrads, der erst zu Saisonbeginn das Ruder übernommen hatte, gelangen dem von zahlreichen Ausfällen und dauernden Rückschlägen gezeichneten VfL nur zwei Siege. Zu wenig.

Werner Konrads ging, Peter Büttner übernahm und unter ihm lief es plötzlich wieder besser. "Wenn man die Saison mal Revue passieren lässt, dann muss man festhalten, dass wir nie Probleme bekommen hätten, wenn wir die Hinserie genauso gut wie die Rückrunde gespielt hätten", sagt Büttner. Den mageren vier Pünktchen aus der ersten Runde stehen gute elf Zähler im zweiten Saisonabschnitt gegenüber. "Ich muss der Mannschaft insgesamt ein Riesenlob machen. Kämpferisch hat sie immer alle gegeben", stellte Büttner fest.

Erfolgreichste Werferin des VfL war Anja Bing. 103 Tore der insgesamt 529 Treffer gehen auf ihr Konto. Dazu hatte Bing auch vom Siebenmeterpunkt eine gute Quote. 37 ihrer 42 Versuche fanden das Ziel. Noch nervenstärker war nur Daniela Schneider. Routiniert verwandelte sie bei 29 Versuchen 27 Mal. Zum Karriereende hatte Schneider mit insgesamt acht Toren (davon drei Siebenmeter) auch einen wichtigen Anteil am entscheidenden Sieg gegen Biefang. Neben Schneider müssen die Bergheimerinnen noch fünf weitere Abgänge verkraften - darunter der Verlust beider Torhüterinnen.

Monja Bleidtner beendet ihre Laufbahn. Die Lehrerin will aus beruflichen Gründen kürzertreten. Hannah Laus hört ebenfalls mit dem Handball auf, will künftig lieber Tennis spielen. Auch Christin Janßen und Angelina Tummes hängen die Schuhe komplett an den Nagel. Katharina Zweig wechselt nach Uerdingen. Peter Büttner denkt indes darüber nach weiterzumachen, wenngleich "die Entwicklung nicht sehr positiv ist."

(ott)