Voltigier-Titelkämpfe Sehenswert: Akrobatik und Ästhetik auf dem Pferderücken

Kalkar · Rheinische Meisterschaften: Der Verein für Voltigiersport Kalkar präsentiert sich in Wissel als perfekter Gastgeber und macht Werbung für die Sportart.

 Zirkusreif: Ehe solche Kunststücke auf dem Pferderücken präsentiert werden können, ist intensives Training erforderlich.

Zirkusreif: Ehe solche Kunststücke auf dem Pferderücken präsentiert werden können, ist intensives Training erforderlich.

Foto: Nicholas Pawelke

Einfach faszinierend, was es am Wochenende in Wissel zu sehen gab. Der Verein für Voltigiersport Kalkar begrüßte zu den Rheinischen Meisterschaften Gruppen-, Einzel- und Doppelvoltigierer aus dem gesamten Rheinland. Außerdem bot der Gastgeber Nachwuchsteams die Gelegenheit, in einem Turnier nach Wettbewerbsordnung Erfahrungen zu sammeln und ihr Können zu zeigen. Rund 50 Gruppen zu jeweils sechs bis zehn Voltigierern demonstrierten den Zuschauern den Reiz ihrer Sportart, die eine einzigartige Kombination aus Akrobatik und Ästhetik auf dem Pferd darstellt. „Unser Turnier dient der Nachwuchsförderung und der Präsentation des Voltigiersports im Rheinland. Das Publikum ist voll auf seine Kosten gekommen, weil die Teilnehmer hochklassigen Sport gezeigt haben“, sagte Ludger Brüx, Vorsitzender des Vereins für Voltigiersport.

Zu Beginn standen die Pflichtaufgaben auf dem Programm. Dazu zählen beispielsweise der Sprung auf das an der Longe galoppierende Pferd, der Grundsitz und der Kniestand auf dem Pferderücken. Für die Richter ist es gar nicht so einfach, Technik, Haltung, Gleichgewicht, Geschwindigkeit und die Harmonie mit dem Pferd zu beurteilen. In der Kür genießen die Voltigierer wesentlich mehr Freiheiten, ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten zu zeigen. Zu den Bewertungskriterien zählen fließende Übergänge und Balance, Choreografie, technische Schwierigkeit, Musikalität und Rhythmus. Das Publikum zeigte sich begeistert und spendete viel Applaus.

Bei den E-Teams gewann die Mannschaft des Gastgebers mit Longenführerin Carolin Leusch und Pferd Jodhpur (6,017 Punkte) vor dem RVV Equus Rheurdt III mit Longenführerin Christina Ender und Pferd Gozer (5,360). Die Goldmedaille bei den L-Teams sicherte sich die Mannschaft des Clubs der Pferdefreunde Goch, Helena Pyka führte das Pferd Da Vinci an der Longe. Bronze ging an das Team VVS Kalkar II mit Madita Brauer und Pferd Exentriek. Bronze auch für das Team VVS Kalkar I, bei dem Inga Huybers Pferd Gentleman an der Longe führte.

Viele freiwillige Helfer, Ehrenamtler und Förderer trugen ihren Teil dazu bei, dass der Gastgeber erneut beste Werbung für den Voltigiersport machen konnte. „Wir sind vollauf zufrieden. Diese Titelkämpfe sind für uns etwas ganz Besonderes, zumal auch der Nachwuchs begeistert bei der Sache ist“, so Brüx.

Ergebnisse Eine detaillierte Übersicht gibt’s auf der Vereins-Homepage www.vvs-kalkar.de.