Lokalsport : Venekamp rettet Punkt

Der SV Hönnepel/Niedermörmter schafft auch gegen die Ratinger Spielvereinigung Germania nur ein Unentschieden und bleibt damit weiter auf einem Abstiegsplatz.

Die Emotionen kochten hoch an der Rheinstraße. Mit dem Schlusspfiff des Oberliga-Spiels zwischen dem SV Hönnepel/Niedermörmter und der Ratinger Spielvereinigung Germania nach 92 Minuten durch Schiedsrichter Sven Intveen, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, kam es vor dem Platzhaus zu Handgreiflichekeiten zwischen Spielern und Zuschauern. Einigen besonnenen Anhängern aus beiden Lagern war es zu verdanken, dass die Ausschreitungen schnell ein Ende gefunden hatten.

Fußball wurde zuvor auch noch gespielt, und die Zuschauer sahen eine sehr intensiv geführte Partie, die schließlich mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden endete. So sahen es auch die beiden Trainer Georg Mewes und Alfonso del Cueto, die erklärten, dass jede Mannschaft hätte gewinnen können. Mewes: "Ein Sieg wäre möglich gewesen. Vor der Pause hätten wir führen können. Man muss froh sein, wenn man in Unterzahl noch den Ausgleich schafft."

Der Kampf überwog über weite Strecken, die spielerischen Elemente rückten in den Hintergrund. Der heimische SV versuchte von Beginn an, Druck aufzubauen, und hatte nach 18 Minuten die erste gute Chance. Nach Flanke von Gordon Weniger säbelte Andre Trienenjost über den Ball, solche Möglichkeiten lässt er sich sonst selten entgehen. Dann hatte Philipp Brouwers Pech. Bei seiner Direktabnahme drosch er die Kugel in die zweite Etage (20.). Trienenjost schoss an die Latte, wo Marcel Grote im Nachfassen klären konnte (24.).

Urplötzlich lag der bis dahin harmlose Gast in Front. In Minute 40 konnte Jan Terhorst noch zweimal gegen Daniel Rehag abwehren, im dritten Anlauf lag das Spielgerät aber im Netz. Rehag hätte fast noch das 2:0 vor den Pause erzielt (42.), der Hö./Nie.-Schlussmann blieb aber Sieger.

Als Fabian Wenten sich einen groben Patzer im Mittelfeld leistete, ging Dennis Hecht allein aufs Tor zu, schoss aber aus spitzem Winkel ans Außennetz (52.). Zwei Minuten später war die Begegnung für Heinrich Losing beendet. Er soll einen Ratinger Akteur an den Hals gepackt und zu Boden gestoßen haben. Nach Beratung mit seinem Assistenten zückte Intveen den roten Karton, Losing wird einige Wochen das Geschehen nur Spielfeldrand aus verfolgen.

Doch wie schon vor Wochenfrist bewies das Mewes-Team Moral. Zunächst gab es einen Handelfmeter, Trienenjost traf nur den Pfosten (77.). Dann wurde der Unglücksrabe von Yannic Melis umgestoßen. Der eingewechselte Benjamin Venekamp verwandelte den Strafstoß mit etwas Glück und sorgte dafür, dass zumindest ein Zähler auf der Habenseite stand.

(RP)
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