Fußball: „Unsere Ziele haben wir klar formuliert“

Fußball : „Unsere Ziele haben wir klar formuliert“

Fußball-Kreisliga A Kreis Kleve-Geldern: Alemannia Pfalzdorf will nach dem knapp verpassten Aufstieg angreifen.

Der knapp verpasste Aufstieg ist für den A-Ligisten Alemannia Pfalzdorf kein Thema mehr. Natürlich hat die Tatsache, dass der Aufstieg am Ende nur an vier fehlenden Toren scheiterte, den Spielern in der Zeit nach dem letzten Spieltag noch einige Kopfschmerzen bereitet. Doch das soll nun vorbei sein. Hochmotiviert sind das neue Trainer Duo Markus Hierling und Peter Franke in die Vorbereitung gestartet. „Derzeit haben wir 28 Feldspieler und fünf Torleute, die mit uns zusammen die nächsten Wochen bestreiten werden. Natürlich werden nicht alle im Kader der ersten Mannschaft bleiben, es sollen sich aber alle Akteure kennenlernen und wir geben jedem eine Chance“, freuen sich die beiden Trainer über die große Auswahlmöglichkeit.

Bereits im Frühjahr hatte der Verein verkündet, dass die beiden die Nachfolge von Thomas Erkens, der fünf Jahre lang die sportliche Verantwortung an der Seitenlinie der Alemannen getragen hatte, zum Start in die Saison 2019/2020 antreten werden. Beide verbindet eine lange Bekanntschaft, aus der mittlerweile ein Freundschaft entstanden ist und beide wohnen in Pfalzdorf. Da fiel die Entscheidung, den heimischen Verein zu trainieren, nicht schwer.

Und das Duo geht neue Wege. Denn Hierling und Franke haben gleich ein ganzes Team um sich versammelt, was den beiden organisatorische Entlastung und damit mehr Fokus auf das rein Fußballerische bringen soll. So fungieren Stefan Eikemper und Sascha Janßen als Co-Trainer. Tobias Schulte-Mattler kümmert sich um die Torhüter, Hendrik Denissen, Bernhard Hinz und Klaus Roelofs sind als Betreuer im Einsatz. „Peter und ich haben auf unseren letzten Trainerstationen erkennen müssen, dass man als Trainer sehr viel Zeit mit Dingen abseits des reinen Trainings und der Spielvorbereitung verbringen musste. Und das Wesentliche einfach immer wieder hinten runterfiel. Das wollten wir ändern und haben dies mit dem Funktionsteam nun auch geschafft“, erklärt Hierling.

Große Veränderungen hat es beim Tabellendritten der Vorsaison nicht gegeben. Zwar stehen Frederick Diesl, Hendrik Denissen und Dominik Konstanzak nicht mehr zur Verfügung und Routinier Michael Pesch ist nur noch auf Abruf verfügbar. Doch die Zugänge können sich mehr als sehen lassen. A-Jugend Spieler und Eigengewächs Luca Eikämpfer kehrt aus Kevelaer an den Gocher Berg zurück, ebenso wie Jan Hoffmann vom Uedemer SV. Namenhaftester Neuzugang ist auf jeden Fall Stephan Gregor, den viele Fußballinteressierte noch aus seiner Zeit bei Concordia Goch kennen. „Natürlich soll Stephan so etwas wie die Führungsrolle auf dem Feld übernehmen und unserer sehr jungen Mannschaft halt geben“, erklärt Hierling die Verpflichtung des Routiniers.

Positiv stimmt die beiden Trainer die Ausgeglichenheit des Kaders. „Wir werden keinen echten Topstürmer haben, der fast alle Tore für uns erzielen wird. Aber das werden wir durch unsere Kaderbreite ausgleichen“, sind sich die beiden sicher. Als Favoriten für die Meisterschaft nennt Hierling die Mannschaften aus Rindern, Kevelaer, Sevelen, Nieukerk und Uedem. „Unsere eigenen Ziele haben wir klar formuliert und die hängen auch in der Kabine. Aber die wollen wir auch für uns behalten“, erklären die Coaches. Doch wenn man sich im Vergleich zur Vorsaison verbessern will, ist es kein Geheimnis mehr, wohin die Alemannia will. Und mit dem Kader und dem Umfeld in Pfalzdorf ist das ein realistisches Ziel.