Lokalsport: Uedemer SV: Aufgestiegen, um länger zu bleiben

Lokalsport : Uedemer SV: Aufgestiegen, um länger zu bleiben

B-Liga-Meister USV will sich in Kreisliga A etablieren.

Die schwarz-gelben Gefühle des Uedemer SV fuhren in den vergangenen sieben Jahren Achterbahn. Denn nach dem Abstieg 2011 aus der A-Liga verschwand der Verein für zwei Spielzeiten in der B-Liga, um dann wieder aufzusteigen. Aber die Männer vom Bergschlößchen marschierten gleich durch in die Bezirksliga. Trainer war damals Christian "Theo" Klunder. Wegen des vermehrten Abstiegs musste der USV wieder runter in die A-Liga, aus der man 2017 erneut verschwand. Jetzt, unter Trainer Martin Würzler, gelang der ersehnte sofortige Wiederaufstieg und hofft auf ein Ende als Fahrstuhlmannschaft. Würzler, 35 Jahre alt und Disponent eines Discounters in Kamp-Lintfort, ist ein Uedemer Eigengewächs, war Spieler unter Klunder und trainierte zwei Jahre den BV Wissel, bevor er seinen Heimatverein übernahm.

Das Saisonziel war zunächst oben mitzuspielen. "Ich hatte Kalkar und Grieth mit auf der Rechnung den Titel zu holen. Wir absolvierten eine super Vorbereitung, und gegen A-Ligisten sahen wir gut aus. Doch gleich die erste Meisterschaftspartie gegen Kalkar verloren wir, und danach in Herongen gewannen wir glücklich in letzter Minute", erinnert sich Würzler an den holprigen Sasionauftakt. "Der Sieg in Kalkar vor Weihnachten war eine Art Schlüsselmoment für die restliche Saison. Das lassen wir uns nicht mehr nehmen, dachten wir damals", so Würzler weiter. In der Winterpause wurde der Grundstein für die überragende und verlustpunktfreie Rückrunde gelegt. "Und nach dem Dreier gegen Grieth hatten wir das Gefühl, das war der Aufstieg", erklärt Würzler.

"Die Trainingsbeteiligung war hervorragend, im Schnitt kamen 12-14 Akteure. Ich möchte Thomas Boothe loben, der in Mülheim lebt und dort als Lehrer arbeitet und fast immer zweimal wöchentlich zum Training erscheint. Mein Co-Trainer Özkan Demirli ist sehr wichtig für mich und ist mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld", erzählt Würzler über das Innenleben seiner Truppe, deren Durchschnittsalter knapp 26 Jahre beträgt. "Mit Cahit Erkis sowie Christopher "Turbo" Paeßens verfügen wir über zwei Spieler, die den Unterschied ausmachen und ein Match alleine entscheiden können", so der Meistertrainer stolz. Das erklärte Saisonziel in der A-Liga ist der Klassenerhalt und auf Dauer will sich der USV dort etablieren. Dazu sollen folgende Neuzugänge mithelfen: Kai Jaschek (TSV Weeze), Peter Janßen (SV Sonsbeck) sowie David van Rennings, Tim Müller, Jannik Ingenwerth, Michael Pietersma (alle Concordia Goch).

Folgende Akteure waren beteiligt: Marcel Schneimann, Tobias Goch, Josef "Jupp" Elbers, Sezai Erkis, Clemens Götz, Mathis Kleinkemm, Alexander Roeloffs, Marco Schwienheer, Thilo van den Heuvel, Thomas Boothe, Lukas Broeckmann, Cahit Erkis, Hakki Erkis, Jonathan Erkis, Sezgin Erkis, René Großholtfurth, Jan Hoffmann, Christopher Paeßens, Simon Trappe, Christian Götz, Marvin Tüß, Leon Schuler und Henry van den Heuvel. Trainer waren: Würzler und Demirli sowie die Torwarttrainer: Tobias Janßen, der auch einige Einsätze hatte und Ronald de Kruijf. Betreuer ist Thorsten Pook.

(RP)
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