Basketball: TV Goch verspielt die Tabellenführung

Basketball : TV Goch verspielt die Tabellenführung

Basketball-Landesligist TV Goch unterliegt der Sportvereinigung Odenkirchen in deren Halle mit 58:89 (31:36).

Den Jahresabschluss hatten sich die Basketball-Männer des Landesligisten TV Goch anders vorgestellt. Nachdem sie Anfang Dezember mit einem überzeugenden 60:40-Heimerfolg gegen TUSA Düsseldorf die Tabellenführung in der Gruppe drei übernommen hatten, wollten sie sich von dort so schnell nicht wieder verdrängen lassen. Selbstbewusst formulierte Spielertrainer Jörg Koenen: "Den Platz an der Sonne wollen wir halten." Die Aussichten dazu schienen nicht schlecht zu sein. Wartete doch zum Ausklang des Sportjahres die Sportvereinigung Odenkirchen, die sich mit bisher erst einem Sieg gegen die Zweitvertretung von Bayer Uerdingen mitten im Abstiegskampf befand.

Auf der einen Seite begründete das auf Gocher Seite die Zuversicht, die Tabellenführung verteidigen zu können. Auf der anderen Seite beschlich Trainer Koenen im Vorfeld der Partie ein mulmiges Gefühl. Denn gerade gegen nicht so ambitionierte Mannschaften aus der Liga ließen es die Basketballer des TV Goch häufig an der nötigen Konzentration vermissen. Warnung also genug für die groß gewachsenen Sportler, sich von Odenkirchen nicht auf Normalmaß zurechtstutzen zu lassen.

Doch offensichtlich verhallten die mahnenden Worte im Vorfeld der Partie ungehört. Und Trainer Koenen musste dann später einen Satz sagen, den er sich gerne erspart hätte. "Alles, was wir eine Woche vorher gegen Düsseldorf richtig gemacht hatten, haben wir gegen Odenkirchen falsch gemacht!", formulierte Koenen. Denn auf Grund "kollektiven Versagens" blamierte sich der TV Goch in Odenkirchen und wurde mit 58:89 (31:36) abgespeist.

Dabei spielte zu Beginn alles für die Gäste vom Niederrhein. In der 11. Minute führte Goch mit 25:15, und der etatmäßige Aufbauspieler der Hausherren wurde von den Schiedsrichtern mit einem disqualifizierenden Foul frühzeitig zum Duschen geschickt. Doch statt daraus Kapital zu schlagen, verkrampfte Goch, ließ gute Chancen ungenutzt und verhielt sich in der Verteidigung haarsträubend harmlos.

Zur Halbzeit lagen die Weberstädter mit 31:36 zurück, bekamen den Spielfaden aber auch danach nicht mehr in die Hand. Goch war zeitweise völlig von der Rolle. Jede taktische Maßnahme verpuffte ohne Wirkung. "Verteidigung ist eine Willenssache, und dieser Wille fehlte bei jedem!", versuchte Koenen das Unerklärliche zu erklären.

Die Gastgeber hingegen zeigten Einsatzbereitschaft bis zur letzten Sekunde, schnappten sich einen Offensiv-Rebound nach dem anderen und kamen so zu zweiten, sogar dritten Chancen, so dass sie am Ende verdient mit 89:58 vom Spielfeld gingen.

(RP)
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