Trümpfe in Gocher Hand

Zu einem echten Endspiel um den Relegationsplatz reist die Gocher Viktoria am Sonntag zum SC Düsseldorf-West (Anstoß 15 Uhr). Mit einem Sieg können die Gocher den angestrebten Rang aus eigener Kraft unter Dach und Fach bringen.

Spannung oben wie unten am letzten Spieltag der Niederrheinliga - während sich oben der KFC Uerdingen und TuRU Düsseldorf um den Aufstieg streiten, rangeln im Tabellenkeller gleich drei Teams um den 16.Rang, der zur Relegationsrunde mit den Landesligazweiten berechtigt. Mitten drin die Gocher Viktoria, als aktueller Innehaber dieses Platzes mit den besten Karten. "Es liegt in unserer Hand und wir werden unser Ziel auch erreichen", formuliert Viktoria-Trainer Manfred Gloger selbstbewusst vor dem Duell bei einem der Mitstreiter, dem SC Düsseldorf-West, der unbedingt gewinnen muss.

Mit einem Gocher Sieg sind alle Rechenspiele überflüssig, selbst ein Remis könnte den Gochern reichen, wenn der dritte Anwärter auf Platz 16, Rot-Weiß Essen II, nicht gleichzeitig beim SV Straelen gewinnt. Eine Niederlage würde in jedem Fall den Abstieg besiegeln. Ob die Gocher ein Startrecht an den in der nächsten Woche beginnenden Relegationsspielen im Fall des Falles wahrnehmen, soll sich dann kurzfristig am Montag entscheiden.

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"Wir werden uns dann unter Hinzuziehung des künftigen Trainers Manfred Tebeck unterhalten", erklärt der Förderkreisvorsitzende Jürgen de Mür. Zunächst gilt es jedoch die sportlichen Hausaufgaben zu erledigen. Gloger legte bereits frühzeitig den Fokus auf den Showdown in Düsseldorf. Dennoch wurde am Dienstag im Kreispokalfinale der SV Straelen besiegt (6:5 n.E.). Die Verlängerung war ganz und gar nicht nach Glogers Geschmack, der Kräfte sparen wollte; dem Ergebnis gewinnt er aber Positives ab: "Der Sieg war gut für das Selbstvertrauen.

Zudem haben die Jungs Nervenstärke bewiesen." Dass seine Schützlinge das auch am Sonntag tun werden, daran hegt er keine Zweifel: "Es wird ein heißer Tanz, aber wir werden gewinnen, einfach weil wir das bessere Team sind", verweist er insbesondere auf die inzwischen stabile Spielanlage, die den Gegnern zuletzt nur wenig Chancen gestattete. Selbst kam man trotz nur einer Spitze stets zu ausreichend Gelegenheiten, die man auch in Düsseldorf suchen will, da der SC West in der Defensive so seine Schwächen offenbart.

Der Ligahöchstwert von 89 Gegentreffern spricht eine deutliche Sprache. Bestärkt in seiner Ansicht wird Gloger zudem durch die Eindrücke aus dem Hinspiel, das erst vor gut drei Wochen mit 2:0 an die Gocher ging. Besondere Aufmerksamkeit gilt dennoch insbesondere dem Sturm der Oberkasseler um Rene Kägebein, der mit einem Doppelpack beim 2:1 beim SC Kapellen-Erft am letzten Sonntag maßgeblich daran beteiligt war, dass auch der SC West weiter im Rennen um den Relegationsplatz ist.

Im Abschlusstraining durften sich die Gocher Akteure schon mal auf den Kunstrasen einstimmen. Personell wird Gloger wieder seine Bestformation aufbieten können. Pierre Wetzels´ Mittelfußprellung aus dem Pokalspiel ist nicht so schlimm, die beiden angeschlagenen Innenverteidiger Hajo Peters und Frank Rörthmans profitierten von der Schonung am Dienstag.

(RP)