Fußball : Trauer um van der Lieck

Die Fußballer in Kleve und über die Stadtgrenzen hinaus trauern. Wenige Tage vor seinem 85. Geburtstag ist Karl-Heinz van der Lieck gestorben. Der frühere Rechtsaußen des Sportclub 1863 Kleve war in den 50er und 60er Jahren eine große Spielerpersönlichkeit im Klever Land. Van der Lieck war hautnah dabei, als zu den Lokalkämpfen zwischen "seinen" Blauen und den Roten 8000 Zuschauer die Stadien füllten.

Als Neunjähriger war er zum Sportclub gekommen und gehörte - unterbrochen durch die Kriegsjahre - zu den Großen seiner Sportart. 685 Spiele bestritt er für den SC 63, war nach seiner aktiven Zeit Trainer der ersten und zweiten Seniorenmannschaft sowie im Jugendbereich. Auf seine Erfahrung wollte und konnte niemand verzichten. Was van der Lieck während seiner aktiven Zeit als Vollblutstürmer erlebt hat, hätte nun wirklich keinen Platz auf der berühmten Kuhhaut gefunden. Seine Trainer sagten über ihn: Er sei mit dem Ball so schnell wie andere ohne. Taktisch brauchte man ihm nichts mit auf den Weg zu geben. Van der Lieck wusste, was zu machen ist. So war es viele Jahrzehnte lang - bis er schließlich vor seinem Abschiedsspiel von den Mitspielern Alfred Hommels und Norbert Lange mit einem Blumenstrauß und kräftigen Händedruck aufs sportliche Altenteil geschickt wurde.

Viele der Geschichten wird man auch nach van der Liecks Tod erzählen - mit Respekt vor dem Fußballer und großartigen Menschen.

Der Wortgottesdienst ist am Freitag um 9.30 Uhr in der St.-Anna-Kirche in Materborn. Anschließend findet die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof statt.

REINHARD PÖSEL

(RP)