1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve
  4. Sport Kleve und Goch

Trainer Arie van Lent weiß noch nicht, wie es für ihn weitergeht

Fußball : Arie van Lent steht vor einer ungewissen Zukunft als Trainer

Der ehemalige Coach des 1. FC Kleve sucht einen neuen Klub. Das Problem: Wegen der Corona-Krise tun sich viele Vereine mit Personal-Planungen schwer.

Was Arie van Lent weiß, ist: Er will weiter als Fußball-Trainer arbeiten. Sieben Jahre lang hat er das zuletzt bei Borussia Mönchengladbach getan, er war Coach der U 19 und ist es noch bis zum Ende der Saison bei der U 23. Oder genauer: bis zum 30. Juni. Dann endet sein Vertrag. Ob die Saison in der Regionalliga, die derzeit wegen der Corona-Krise ebenso ruht wie alles andere im Fußball, dann schon zu Ende gespielt worden sein kann, steht in den Sternen. Das gilt aktuell auch für van Lents Zukunft.

Natürlich sind van Arie Lent, der von 2007 bis 2009 Trainer des 1. FC Kleve in der Regionalliga war, und sein Berater, der Ex-Profi Kai Michalke, dabei, nach einem neuen Verein zu fahnden. Doch vor der Corona-Pause hatte sich noch nichts ergeben. Und derzeit haben viele Klubs andere Sorgen als Personalplanungen konkret voranzutreiben. „Es ist schwierig“, sagt van Lent.

Der frühere Stürmer, der mit seiner Familie in Liedberg lebt, bleibt dennoch optimistisch. „Es kann natürlich sehr lange dauern, bis ich Klarheit habe, aber es kann auch sehr schnell gehen. Der Fußball wird sich verändern und keiner weiß, welche Konsequenzen das haben wird“, sagt van Lent, der von 1999 bis 2004 für Gladbach Tore schoss und zum Fan-Liebling wurde. Im Oktober 2013 kehrte er als Trainer zurück. Ende Februar 2020 teilte Borussia dann mit, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert werden würde.

Die Spieler der U 23 bekommen derzeit von Borussias Athletiktrainern individuelle Trainingspläne. „Die Jungs sind gut versorgt. Natürlich fehlt mir der Kontakt zum Team, normalerweise sieht man sich jeden Tag“, sagt van Lent. Und hofft, dass es irgendwie noch weitergehen wird mit der Saison. „Es wäre schön, wenn ich einen vernünftigen Abschluss habe.“

Stichtag bleibt der 30. Juni. Vielleicht wird es angesichts der komplizierten Gesamtlage sogar Sonderregelungen geben, wenn die Saison bis dahin nicht fertig sein sollte, denkbar ist derzeit vieles. Zunächst mal ruht der Spielbetrieb in der Regionalliga bis zum 19. April, das hat der Westdeutsche Fußball-Verband zuletzt mitgeteilt. Ob der Termin gehalten werden kann, ist fraglich.

Van Lent hat sich in der Corona-Pause mit seiner Familie eingerichtet. „Wir bleiben natürlich zu Hause, gehen nur weg, um das Nötigste zu erledigen. Ich bin viel im Garten“, sagt er. Einen Zeitplan für sein berufliches Fortkommen hat er noch nicht entwickelt. Klubs von der Regionalliga aufwärts sind interessant für den Deutsch-Niederländer, der 1999 von Werder Bremen zur Borussia gewechselt war.

„Gerade die kleineren Vereine wird die Krise natürlich treffen“, so van Lent. Er hat bisher Teams aus der Dritten Liga, der Regionalliga und der U-19-Bundesliga trainiert. „Ich versuche, so schnell wie möglich wieder an der Linie zu stehen“, sagt der 49-Jährige. Das ist Problem nur, dass der Zeitplan vom Coronavirus gemacht wird.