Lokalsport: Tolles gewinnt das Hauptrennen

Lokalsport : Tolles gewinnt das Hauptrennen

500 Starter bei der 33. Runde von Uedem. Sinkende Teilnehmerzahlen trüben die Stimmung.

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Frühlingstemperaturen verzückte das Hauptrennen der Uedemer Runde auch in diesem Jahr alle Radsportfans. In einem unglaublich spannenden Wettkampf durchfuhr Joachim Tolles als Erster die Ziellinie. Bereits 2009 und 2011 konnte er die Uedemer Runde gewinnen, im letzten Jahr wurde er Zweiter. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 47,601 km/h erstürmte er sich Platz eins. Über weite Strecken war Tolles in Lauerstellung, ehe er gegen Ende des Rennens seine Konkurrenten attackierte und schlussendlich alle hinter sich ließ. "Ein echtes Highlight", schwärmt Michael Matthiesen, Vorsitzender des Veranstalters RSV "Sturm 03".

In den letzten Tagen vor dem großen Sportevent hatte der RSV-Boss kaum ruhige Minuten, sein Tag endete meist nicht vor vier Uhr in der Nacht. "Als Vorsitzender habe ich ja mit mehreren Aufgaben zu kämpfen. Ich muss Anmeldungen bearbeiten, die Veranstaltung angemessen präsentieren und vermarkten. Diese Arbeit kurz vor dem Rennen ist natürlich besonders intensiv", so Matthiesen. Deshalb ist es umso tragischer, in welche Richtung sich die Zahl der Starter entwickelt. Nur gut 500 Fahrer fanden den Weg nach Uedem, das sind mehr als 200 weniger als im Jahre 2012. Vor allem die Rückgange bei den Jugendlichen und den Damen machen dem Vorsitzenden zu schaffen: "30 Frauen sind mitgefahren, das ist ein Trauerspiel. Letztes Jahr waren es noch 50." Dabei ist die Uedemer Runde, die immerhin zum 33. Mal in Folge ausgetragen wurde, eine der traditionellsten Veranstaltungen in ganz Nordrhein-Westfalen. Besonders die Außenwirkung des Radrennens ist nach wie vor extrem hoch. "Uedem als Gemeinde kennt kaum jemand. Aber der Radsport hier ist von Flensburg bis München in aller Munde", sagt der Vorsitzende. Bestes Beispiel: Die U23-Nationalmannschaft der USA, die ebenfalls in Uedem an den Start ging. Matthiesen: "Das ist wirklich fantastisch und erfreulich. Die Jungs sind momentan auf Europatour und haben Uedem auf der Landkarte entdeckt. Das ist nicht alltäglich." Und die US-Boys schlugen sich wacker. Alexandre Darville und Nathaniel Wilson landeten auf Platz fünf und sechs. "Sie haben sich erstaunlich gut präsentiert", sagt Matthiesen und ergänzt: "Die Fahrer haben alle Zuschauer begeistern können."

(RP)
Mehr von RP ONLINE