Fußball : Tolle Moral bewiesen

Der SV Hönnepel/Niedermörmter gewann bei der Zweitgarnitur des Wuppertaler SV mit 3:2. Kapitän Uwe Sokolowski handelte sich zwei Minuten vor Spielschluss die rote Karte ein.

Eine Woche nach dem 0:1 bei Tur Düsseldorf ist der SV Hönnepel/Niedermörmter in der Fußball-Niederrheinliga in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Bei den Reservisten des Wuppertaler SV gab es einen 3:2-Erfolg. Die Schwarz-Gelben rückten damit auf den 12. Tabellenplatz vor. Einziger Wermutstropfen war der Platzverweis, den sich Uwe Sokolowski kurz vor dem Ende einhandelte.

Coach Georg Mewes musste auf Thomas Tennagels (Krankheit) verzichten, auch Rafael Haddad, dessen Vater ins Krankenhaus eingeliefert worden war, konnte auf dem Kunstrasen an der Nevigeserstraße nicht auflaufen. Daniel Boldt erhielt diesmal wieder eine Chance von Beginn an.

Außennetz

Nachdem Ken Asaeda in der Anfangsphase nur das Außennetz getroffen hatte, übernahm Hö./Nie. das Kommando. Die Bemühungen sollten schon schnell belohnt werden. In Minute 13 konnte Andre Trienenjost nach einem Eckball von Benjamin Venekamp aus kurzer Entfernung einköpfen, Torhüter Bastian Sube machte dabei keine glückliche Figur.

Die Freude über diesen Führungstreffer währte aber kaum eine Minute. Die Abwehr der Gäste zeigte sich unsortiert, so dass Ramazan Ünal nach einer Hereingabe von der linken Seite die Kugel in die Maschen setzen konnte.

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Danach spielte sich das Geschehen zumeist zwischen den Strafräumen ab. In der 38. Minute schoss Trienenjost nach einem guten Konter und der Vorlage von Hrvoje Vlaovic knapp am langen Eck vorbei, kurz darauf köpfte Benedikt Schröder ans Außennetz.

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gehörte den Wuppertalern, die ihre beste Chance in der 54. Minuten hatten, als Christopher Möllering einen Schuss von Pasiov glänzend parierte.

180 Sekunden später war der Keeper gegen einen Schuss von Schröder aus halbrechter Position aber machtlos. Der Gast ließ sich nicht entmutigen und schlug zurück. Nach 64 Minuten drückte Björn Bennies nach guter Vorarbeit von Sokolowski den Ball über die Linie. Nachdem der Spielführer selbst knapp gescheitert war (68.), war er auch Vorbereiter beim Siegtreffer. Mustergültig bediente er den in der Mitte lauernden Trienenjost, der einmal mehr seine Vollstreckerqualitäten unter Beweis stellte. Diesen Vorsprung schaukelte Hö./Nie. gegen planlos anrennende Wuppertaler sicher über die verbleibenden Minuten. Und dann gab es einen unrühmlichen Abschluss. Zwei Minuten vor Schluss gab es ein Gerangel zwischen Christian Hausmann und Sokolowski, beide sahen die rote Karte.

(RP)