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Fußball-Niederrheinpokal Unbequemer Gegner für den 1. FC Kleve

Kreis Kleve · Auslosung der ersten Runde: Stolpergefahr für den Oberligisten beim Landesligisten PSV Wesel. Die Frauen des Titelverteidigers VfR Warbeyen stehen bei Dinslaken 09 (Bezirksliga) vor einer Pflichtaufgabe.

 Zumindest den ersten Schritt in Richtung Titelverteidigung sollte der VfR Warbeyen mühelos bewältigen.

Zumindest den ersten Schritt in Richtung Titelverteidigung sollte der VfR Warbeyen mühelos bewältigen.

Foto: Nils Hendricks

Zumindest die Auslosung der ersten Runde um den Niederrhein-Pokal hatte am Dienstagabend hohen Unterhaltungswert. Das lag in erster Linie daran, dass der Fußball-Verband Niederrhein eine ehemalige Arbeitsbiene auf dem Platz als Losfee engagiert hatte. „Bist Du bereit, Willi ?“, fragte Wolfgang Jades, Vorsitzender des Verbands-Ausschusses. Die Antwort von Willi Landgraf, mit 508 Einsätzen Rekordspieler der Zweiten Bundesliga, kam wie aus der Pistole geschossen: „Ich bin sowat von bereit, dat glaubst Du gar nicht.“

Da sei dem gebürtigen Mülheimer, der noch den einen oder anderen lockeren Spruch auf Lager haben sollte, auch verziehen, dass er für die Vereine aus dem Kreis Kleve nicht unbedingt die ganz großen Lose aus der Trommel fischte. Zunächst zu den Männern: Für den Titelverteidiger SV Straelen, der im vergangenen Wettbewerb auf dem Weg zum Titel unter anderen den SV Burgaltendorf, die DJK Frintrop und den ETB Schwarz-Weiß ausschaltete, geht die Tour durch Essen weiter. In der ersten Runde, die von Dienstag bis Donnerstag, 23. bis 25. August, angesetzt ist, tritt der Regionalligist beim Bezirksligisten DJK Katernberg an. Einen Gegner der Kategorie unbequem hat Oberligist 1. FC Kleve erwischt. Die Mannschaft um Trainer Umut Akpinar tritt beim Landesligisten PSV Wesel an, der an einem guten Tag immer für eine Überraschung zu haben ist. Immerhin darf sich Bezirksliga-Aufsteiger Alemannia Pfalzdorf (Landgraf: „Wo is dat denn?“; Jades: „In der Nähe von Goch“) auf einen recht attraktiven Gegner freuen. Die Mannschaft, die im vergangenen Jahr den SV Straelen erwischt hatte, trifft diesmal auf den Regionalliga-Neuling 1. FC Bocholt.

Gleich als ersten von insgesamt 64 Vereinen im Männer-Wettbewerb hatte Willi Landgraf den Landesligisten TSV Wachtendonk-Wankum gezogen. Die Mannschaft aus dem Sportpark Laerheide bekommt es mit dem neuen Oberliga-Fusionsclub SC St. Tönis zu tun. Landesligist Sportfreunde Broekhuysen erwischte keinen Gegner aus der Lostrommel „Oberliga aufwärts“. Der Aufsteiger reist zum Bezirksligisten FC Kosovo Düsseldorf. Im Pokal-Wettbewerb der Frauen, für den Landgraf nur 16 Paarungen ziehen musste, hat die erste Runde (angesetzt für Sonntag, 7. August) für Titelverteidiger VfR Warbeyen nur Testspiel-Charakter. Der Regionalligist ist beim Bezirksligisten SuS Dinslaken haushoher Favorit. Fachkenntnis legte der langjährige Profi an den Tag, nachdem er die Paarung des Bezirksligisten SC Mönchengladbach-Hardt gegen den Niederrheinligisten Viktoria Winnekendonk gezogen hatte: „Die tragen beide grüne Trikots.“

Auch im Frauen-Wettbewerb gibt sich ein Regionalligist die Ehre. Bezirksligist Alemannia Pfalzdorf empfängt den FV Mönchengladbach, der in der abgelaufenen Niederrheinliga-Saison das Geschehen nach Belieben dominiert hatte. Niederrheinligist SV Walbeck macht sich in der ersten Runde auf den Weg nach Neuss und bekommt es dort mit dem Landesligisten SV Rosellen zu tun.

Während das Finale um den Niederrhein-Pokal der Frauen für Donnerstag, 18. Mai (Christi Himmelfahrt) angesetzt ist, wird der Nachfolger des SV Straelen wahrscheinlich am Samstag, 3. Juni, ermittelt.