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Tischtennis-Verband unterbricht Saison weiter

Start der Rückrunde erneut verschoben : Corona-Pause im Tischtennis jetzt bis zum 20. Februar

Der Westdeutsche Verband will bis Mitte Februar entscheiden, ob die Saison fortgesetzt oder abgebrochen wird. Aushängeschilder von WRW Kleve müssen auf nationaler Ebene weiter an die Platte.

Der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) hat den Start der Rückrunde für die Klassen von der NRW-Liga abwärts erneut verschoben. Nachdem der Verband bereits für Januar alle Spiele abgesetzt hatte, wird die Saison wegen der Corona-Pandemie jetzt erst einmal bis zum 20. Februar unterbrochen. Das teilte der Vorstand Sport des WTTV den Vereinen am Montag mit. Ein Hintertürchen bleibt allerdings wie bisher offen. Spiele können weiter ausgetragen werden, wenn beide Mannschaften sich darauf verständigen. Von der Ausnahme von der Regel haben bislang aber nur wenige Clubs Gebrauch gemacht. „Es haben höchstens drei bis vier Prozent der angesetzten Partien stattgefunden“, sagt Werner Almesberger, der im WTTV für den Spielbetrieb der Erwachsenen zuständig ist.

Der Verband will jetzt bis Mitte Februar entscheiden, ob die Saison fortgesetzt oder abgebrochen wird. Eine erneute Verlängerung der Corona-Auszeit wird es nicht geben. Das teilte der WTTV den Klubs mit. Wenn es weitergehen sollte, würde die Saison verlängert. Ausgefallene Spiele könnten bis zum 8. Mai nachgeholt werden. Bei einem Abbruch würde nach der Hinrunde, die in fast allen Klassen abgeschlossen ist, gewertet. Dann würden aber noch die Relegationsspiele um Auf- und Abstieg stattfinden.

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Die erste Damen-Mannschaft (Dritte Liga) und das zweite Damen-Team von WRW Kleve (Regionalliga) müssen derweil weiter aufschlagen, wenn sie sich mit ihren Gegnern nicht auf eine Verlegung einigen können oder die Punkte kampflos abgeben. Für den Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) ist eine Pause wegen der Pandemie aktuell kein Thema. Das hat Klaus Seipold, Teammanager der WRW-Damen, vom Verband erfahren. „Ich bin entsetzt über dieses Vorgehen. Der WTTV handelt in meinen Augen richtig und verantwortungsvoll, der DTTB nicht“, sagt Seipold.

Das erste Damen-Team von WRW wird am kommenden Samstag zur angesetzten Drittliga-Partie bei Hannover 96 nicht antreten und nimmt dafür eine 0:6-Niederlage in Kauf. Am Sonntag wird WRW aber beim TTK Großburgwedel aufschlagen. Dabei handelt es sich noch um ein Nachholspiel aus der Hinrunde. „Ich habe große Bauchschmerzen dabei. Doch wir wollen uns nicht den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung machen lassen, weil die Partie für beide Mannschaften im Abstiegskampf noch wichtig ist“, so Seipold.

Jörn Franken, Geschäftsführer des TTV Rees-­Groin, kann mit der Entscheidung des WTTV leben, „zumal Teams spielen können, wenn sie wollen“. Der TTV will weiter ein Training für seine Mannschaften anbieten. „Denn es ist gerade für den Nachwuchs wichtig, dass er nicht wieder eine lange Pause hat“, sagt Franken.