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Tischtennis: Drei Teams von WRW Kleve steigen auf

Tischtennis : Drei Teams von WRW Kleve steigen auf

Die erste Damen-Mannschaft hatte den Sprung in die Dritte Liga schon vor dem Saisonabbruch geschafft. Jetzt steht fest, dass es auch für das zweite Damen-Team und die erste Herren-Mannschaft eine Klasse höher geht.

Jetzt ist es perfekt. Drei Teams von WRW Kleve werden in der kommenden Tischtennis-Saison eine Klasse höher aufschlagen. Nach der ersten Damen-Mannschaft, die bereits vor dem Abbruch der Saison in der Regionalliga souverän ihr Meisterstück gemacht und damit den Sprung in die Dritte Bundesliga geschafft hatte, werden auch das zweite Damen-Team und die erste Herren-Mannschaft künftig in einer höheren Klasse antreten.

Der Verein hat sich jetzt dazu entschlossen, mit dem zweiten Damen-Team, das die im März abgebrochene Saison in der Oberliga auf Platz eins beendet hatte, in die Regionalliga aufzurücken. Vor einem Jahr hatte WRW noch darauf verzichtet, nachdem die Mannschaft da schon Meister in der Oberliga geworden war. „Die Entscheidung ist uns auch diesmal nicht leicht gefallen. Den Ausschlag, das Aufstiegsrecht wahrzunehmen, hat schließlich gegeben, dass Mara Lamhardt, Pia Dorißen und Lea Vehreschild unbedingt mit dem zweiten Team auch in der Regionalliga spielen wollten“, sagt Klaus Seipold, Teammanager der WRW-Damen.

Das Nachwuchs-Trio durfte beim Entschluss, es eine Klasse höher zu versuchen, ein gewichtiges Wort mitreden. Denn die drei Spielerinnen müssen bereit sein, in der neuen Saison eine Doppelbelastung in Kauf zu nehmen. Schließlich sind zwei der drei Kräfte aus den eigenen Reihen auch regelmäßig bei den Partien der ersten Mannschaft in der dritthöchsten Klasse fest eingeplant. „Die Spielerinnen wissen, was auf sie zukommt. Trotzdem wollten sie unbedingt mit der zweiten Mannschaft aufsteigen, nachdem wir diesen Schritt 2019 nicht gewagt hatten“, sagt Seipold.

Neben dem Trio wird Maria Beltermann fest zum Kader des Regionalliga-Teams gehören. Zudem sollen die mit WRW-Spielerinnen befreundete Marie Zimdars, die in Berlin wohnt und zuletzt bei den Reinickendorfer Füchsen an der Platte gestanden hat, und Kräfte aus der dritten Mannschaft aushelfen. „Marie Zimdars ist regelmäßig bei Freundinnen in Köln und will bei diesen Besuchen ab und an für uns spielen“, so Seipold.

Die erste Herren-Mannschaft erhielt am Montag vom Verband die Nachricht, dass sie für die Verbandsliga vorgesehen ist. WRW hatte die Saison in der Landesliga auf Platz zwei beendet, der zu Relegationsspielen um den Aufstieg berechtigt hätte. Weil diese wegen der Corona-Pandemie nicht ausgetragen werden konnten, hatte WRW die Chance, sich für einen Platz in der höheren Klasse zu bewerben. Und hatte Erfolg.

Das Team wird die Aufgabe mit leicht verändertem Personal angehen. WRW-Vorsitzender Peter Hendricks und Jens Roeloffs, die an den Positionen drei und vier gespielt haben, werden nicht mehr zum Kader gehören. Dafür rücken Bastian Beyerinck und Jakob Kramer, die bislang in der zweiten Mannschaft das obere Paarkreuz gebildet haben, ins erste Team auf. „Die Mannschaft müsste damit genau so stark wie in der vergangenen Saison sein. Das Ziel kann natürlich nur Klassenerhalt lauten“, sagt Hendricks.

Die Frage ist jetzt nicht nur für WRW Kleve, wann und vor allem unter welchen Bedingungen die neue Saison im Tischtennis gestartet werden kann. In der Dritten Damen-Bundesliga soll der erste Spieltag am 12./13. September steigen, in den Klassen des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes schon zwei Wochen früher. „Ich glaube aber wegen der Corona-Pandemie nicht, dass wir schon Anfang September beginnen können“, sagt Peter Hendricks.

Weitaus mehr Bedenken haben die Verantwortlichen von WRW beim Blick auf die Regelungen, die der Deutsche Tischtennis-Bund derzeit für den Spielbetrieb vorgesehen hat, wenn denn ab September wieder aufgeschlagen werden kann. So soll die Anreise zu Auswärtsspielen nicht in Fahr-Gemeinschaften erfolgen. „Es wäre für uns finanziell eine enorme und kaum tragbare Belastung, wenn wir zu den Begegnungen in Göttingen oder Hamburg mit sechs statt einem oder zwei Fahrzeugen anreisen müssten. Ich hoffe, dass in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen ist“, sagt Seipold. Außerdem ist aktuell geplant, keine Doppel auszutragen, weil die Abstandsregeln dort nicht eingehalten werden können.

WRW Kleve hofft, bald wieder mit dem Training beginnen zu können. Ein Hygienekonzept hat der Verein schon erstellt und auch bei der Stadt Kleve vorgelegt. Es sieht unter anderem vor, dass jeder Akteur bei den Übungseinheiten einen eigenen Ball hat, den der Gegenüber bei Spielen nicht mit den Händen berühren darf. „Wir stehen in den Startlöchern. Doch die Stadt Kleve hat die Sporthallen noch nicht für die Vereine geöffnet. Das wundert mich, weil dies zum Beispiel in Städten wie Duisburg oder Wesel schon der Fall ist“, sagt Peter Hendricks.