"Theo" Klunder war der Matchwinner

Wie gut, dass FC Kleves Trainer Sebastian Kaul sich auf Christian Klunder verlassen kann. "Theo", gestern als einzige Spitze nominiert - Sturmkollege Martin Menting saß zunächst auf der Bank - , nutzte den Raum an vorderster Front und wurde zum Matchwinner. Zwei Treffer steuerte der Torjäger selber bei, ein weiteres Tor bereitete er vor. Kein Wunder, dass seine Auswechslung in der Schlussphase von Beifall begleitet wurde.

Taktische Umstellung

Da Abwehrchef Timo Stock verletzungsbedingt ausfiel, rückte Patrick Braun neben Marco Köster in die Innenverteidigung. Kaul hatte taktisch umgestellt, Ercan Sendag in die zentrale Position im Mittelfeld beordert, Paul Herbst und Lukas Nabbefeld sollten Klunder mit Flanken füttern. Zunächst aber "verhungerte" Theo im Sturmzentrum, weil nur wenig über die Außen kam. Man merkte den Klevern im ersten Abschnitt die Verunsicherung nach den jüngsten beiden Niederlagen deutlich an. Der Gegner aus Neukirchen kam gestern gerade zur rechten Zeit. FC-Torwart Poli Minas hätte vermutlich auch auf dem Liegestuhl seinen Kasten sauber gehalten. Treffer wollten zunächst nicht fallen. Pech hatte Thomas Karcz, dessen Freistoß am Pfosten landete (19.), Nabbefeld scheiterte mit einer Direktabnahme an SVN-Keeper Tobias Schmitz (26.). Eine Standardsituation bescherte den Rot-Blauen kurz vor der Pause die verdiente Führung. Nach Freistoß von Schulz war Klunder per Kopf zum 1:0 zur Stelle (44.). Im zweiten Abschnitt gab es mehr oder weniger Einbahnstraßen-Fußball zu sehen. Kleve verstärkte den druck, Neukirchen kam nur selten noch in die Nähe des FC-Strafraums. In der 66. Minute betätigte sich Christian Klunder als Vorbereiter. Umut Akpinar vollstreckte aus 16 Metern per Flachschuss zum 2:0 (66.).

Endgültig entschieden war die einseitige Partie vier Minuten später. Diesmal trat Lukas Nabbefeld den Freistoß, abermals Klunder vollendete mit Kopfball zum 3:0-Endstand. Der eingewechselte Martin Menting verpasste einen höheren Heimsieg, weil Schlussmann Schmitz gegen ihn per Fußabwehr klärte (88.).

"Ein hochverdienter Erfolg über 90 Minuten. Wir waren die deutlich bessere Mannschaft", stellte Sebastian Kaul nach dem Schlusspfiff fest. "Die Mannschaft hat eine Reaktion auf die zwei Niederlagen gezeigt."

(RP)