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Fußball: Teams haben nichts zu verschenken

Fußball : Teams haben nichts zu verschenken

Fußball-Bezirksliga: Am Sonntag steht das ewig junge und immer wieder interessante Duell zwischen dem1. FC Kleve II und SV Viktoria Goch auf dem Programm. Gespielt wird auf Kunstrasen, der Anpfiff erfolgt am Sonntag um 15 Uhr.

Am Sonntag-Nachmittag werden am Bresserberg die Messer gewetzt, denn dann ist Kreisderby angesagt: Die Reserve des 1. FC Kleve empfängt auf der heimischen Kunstrasenanlage zum ewig jungen Nachbarschaftsduell den SV Viktoria Goch. "Erfolge in solchen Spielen schmecken immer am besten", sagt man nicht umsonst. Für beide Mannschaften geht es aber gleichzeitig noch um viel mehr: Rot-Blau will sich im Kampf um den Klassenerhalt wieder mehr Luft verschaffen, die Weberstädter wollen nach drei Spielen ohne Sieg endlich wieder dreifach punkten.

Am Gründonnerstag präsentierte sich die Elf von Kleves Trainer Torben Sowinski beim VfB Uerdingen zu lethargisch und kassierte eine 1:2-Niederlage. Sowinski haderte besonders mit den fehlenden Grundtugenden, die seine Mannschaft auf der unbeliebten roten Asche im Süden Krefelds über weite Strecken vermissen ließ. "Die Partie haben wir aufgearbeitet und abgehakt", sagt sein Assistent Edwin Schaale. Im Vergleich mit den Gochern sieht Schaale keine großen Unterschiede: "Der kommende Gegner hat in dieser Saison bisher zwei Siege mehr als wir, aber das Torverhältnis beider Teams ist fast identisch."

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In den bisher drei Aufeinandertreffen gab es zwei Unentschieden, im Rückspiel der Saison 2016/17 behielt die Viktoria im heimischen Hubert-Houben-Stadion mit 3:0 die Oberhand. Im Hinspiel hieß es am Ende 1:1. Zeit also für die Schwanenstädter, im vierten Duell diese Bilanz auszugleichen. "Derbys haben immer ihren eigenen Charakter und sind etwas Besonderes, wir wollen nach Ende der 90 Minuten auf jeden Fall einen Grund zum Jubeln haben", sagt Schaale. Neben den Langzeit-Ausfällen steht lediglich Hogir Adar auf der Kippe.

Und wie sieht es personell bei der Gocher Viktoria aus? Die Weberstädter sind diesbezüglich nicht auf Rosen gebettet, zumindest hat Jan Kilkens für das Derby bei der Klever Zweitvertretung aber wieder zwei wichtige Akteure mehr mit an Bord. Jordi Barbara ist wieder fit, und Atila Ercan hat seine vierwöchige Rotsperre abgebrummt. "Damit bekommen wir je einen starken Defensiv- und Offensivspieler dazu, so dass wir sicher eine ordentliche Truppe aufbieten können", erklärt der Viktoria-Coach und erhofft sich dadurch einen spürbaren Qualitätssprung, auch wenn mit Tim Janz, Pierre Wetzels, Marvin Braun und Christian Auclair weiterhin wichtige Leute fehlen.

Die jüngste Durststrecke der Viktoria mit nur zwei Punkten aus drei Partien soll ihr Ende finden. "Dafür muss aber von einigen ein bisschen mehr kommen", sagt Kilkens. Er hat registriert, dass sich nicht alle Akteure, die zuletzt mehr Verantwortung übernehmen mussten, jüngst so gut entwickeln wie etwa Nils Konstanczak oder Björn Gatermann. Dennoch sollten die Gocher mit Barbara und Ercan erheblich konkurrenzfähiger sein als beim mageren 1:1 gegen Twisteden, als Job ten Barge den Gochern mit starken Paraden einen Zähler rettete.

"Kleve II hat eine starke Truppe und wird vielleicht auch noch etwas Verstärkung von oben erhalten. Aber wir fahren dorthin, um zu punkten", sagt Kilkens und fordert seine Akteure auf, die Sinne zu schärfen. "Wir brauchen schließlich noch ein paar Punkte, um endgültig durch zu sein." Da der Gegner diese bei sechs Zählern Rückstand auf Goch erst recht braucht, erwartet Kilkens eine umkämpfte Partie.

(RP)