Fußball: Tanz auf dem Drahtseil

Fußball: Tanz auf dem Drahtseil

NRW-Liga: Der seit dem 15. November 2009 ungeschlagene 1. FC Kleve empfängt morgen um 15 Uhr die SSVg. Velbert in der Volksbank-Arena am Bresserberg.

Der Wiedereinstieg in die Punktspielsaison nach der Winterpause ist dem 1. FC Kleve blendend gelungen. Dem umkämpften 2:2-Remis in Herne folgte jüngst ein 4:1-Erfolg bei der SG Wattenscheid 09. Nun steht morgen nach drei Monaten endlich wieder ein Heimspiel auf dem Spielplan. Seit dem 15. November (1:3 gegen Speldorf) sind die Rot-Blauen mittlerweile ungeschlagen und konnten sich ein wenig von den abstiegsgefährdeten Rängen absetzen. Gerettet sind die Schützlinge von Trainer Georg Kreß freilich noch lange nicht. Daher wäre eine Fortsetzung der Erfolgsserie morgen um 15 Uhr gegen die SSVg. Velbert wünschenswert.

Mehr Zuschauer verdient

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"Wir hoffen, dass die Zuschauer in Scharen kommen", sagt FC-Pressesprecher Frank Wöbbeking. In der Tat hätten die Klever Kicker deutlich mehr Publikumszuspruch als zuletzt verdient. "Das war ganz wichtig, dass wir jetzt vier Punkte geholt haben", freut sich Kreß wegen der zahlreichen noch ausstehenden Begegnungen über die ersten Zähler in diesem Jahr. Angesichts des überschaubaren Kaders (18 Akteure) werden die Trainingseinheiten dosiert. "Das ist schon ein Tanz auf dem Drahtseil. Hauptaugenmerk wird jetzt auf eine vernünftige Steuerung gelegt", betont der FC-Trainer, der im Wattenscheider Lohrheidestadion zwei grundverschiedene Halbzeiten erlebte. "Im ersten Durchgang hatten wir nur einen guten Torwart. In der zweiten Halbzeit war der Sieg vollkommen verdient." Personell wird sich morgen nicht viel ändern. Nicht ausgeschlossen scheint allerdings, dass Youngster Thorben Versteegen mal eine Chance in der Viererkette erhält. Kreß warnt vor der Velberter Offensive: "Janas und Nigbur sind brandgefährlich. Wir müssen geduldig sein. Das ist eine komplett offene Geschichte." Die Elf aus dem Bergischen hatte sich die Saison anders vorgestellt. Ein Rang in der oberen Tabellenhälfte sollte es werden. Aktuell ist der Blick eher nach unten gerichtet. Velberts Trainer Marek Lesniak ist aber guter Dinge: "Wir müssen schnell die Kurve kriegen. Wir hatten viele Verletzungsprobleme, sind jetzt aber bis auf zwei Akteure wieder komplett." In Windeck zeigte die SSVg beim 1:1 eine starke Leistung und musste erst zwei Minuten vor dem Abpfiff den unglücklichen Ausgleichstreffer hinnehmen.

(RP)