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SV Walbeck und SGE Bedburg-Hau winkt das Traumlos MSV Duisburg

Fußball : Die Pechvögel SV Walbeck und SGE Bedburg-Hau spielen um das Traumlos MSV

Bei der Vorbereitung des Niederrheinpokals ist ein Fehler passiert. Der SV Walbeck und die SGE Bedburg-Hau bestreiten deshalb erst eine Qualifikationspartie für den Wettbewerb. Der Sieger spielt dann gegen die Zebras.

Der Fußball schreibt manchmal die verrücktesten Geschichten. Der Bezirksligist SV Walbeck und der Landesligist SGE Bedburg-Hau hatten am Dienstagabend bei der Auslosung der ersten Runde des Fußball-Niederrheinpokals zunächst Pech. Doch dann erwischte zumindest eines der beiden Teams ein Traumlos. Und die ganze Geschichte dreht sich um den Drittligisten MSV Duisburg, gegen den entweder der SV Walbeck oder die SGE Bedburg-Hau jetzt ein Heimspiel bestreiten werden, für das sie sich allerdings erst noch qualifizieren müssen.

Der Grund: Der Fußball-Verband Niederrhein (FVN) hatte bei der Vorbereitung der Auslosung festgestellt, dass 65 statt der nur vorgesehenen 64 Teilnehmer für den Wettbewerb gemeldet hatten. Der Fehler wurde gefunden. Man war irrtümlich davon ausgegangen, dass dem Kreis Kleve/Geldern ein zusätzlicher Startplatz im Niederrheinpokal eingeräumt werden könnte. Ein Irrtum. Dieser Fall wäre nur eingetreten, wenn der MSV in der vergangenen Saison in die Zweite Liga aufgestiegen wäre, was Thorsten Lieberknecht mit seiner Mannschaft bekanntlich knapp verpasst hat. „Wir hatten Probleme mit den Durchführungsbestimmungen. das war nicht klar genug formuliert“, sagte Wolfgang Jades, Vorsitzender des Fußballausschusses im FVN.

Das Fehler musste korrigiert werden – und der Kreis Kleve/Geldern durfte neben dem Regionalligisten SV Straelen und dem Oberligisten 1. FC Kleve, die aufgrund ihrer Klassenzugehörigkeit automatisch für den Niederrheinpokal qualifiziert sind, jetzt nur noch drei statt vier weitere Teams ins Rennen schicken. Deshalb musste am Dienstagabend erst einmal ausgelost werden, wer das Entscheidungsspiel bestreiten musste. Es erwischte den SV Walbeck und die SGE Bedburg-Hau. Sie hatten da im Gegensatz zum SV Rindern und Viktoria Goch, die jetzt auf jeden Fall dabei waren, noch Lospech. Doch Glücksgöttin Fortuna glich dies später wenigstens für einen der beiden Klubs aus, weil der Sieger der Qualifikation halt auf die Zebras treffen wird.

„Es ist einerseits ärgerlich, dass dem Verband dieser Fehler passiert ist. Andererseits ist es die sportlich fairste Lösung, dass ausgelost wurde, welche beiden Mannschaften das Entscheidungsspiel bestreiten müssen“, sagte Sebastian Kaul, Trainer der SGE Bedburg-Hau. Auch Klaus Thijssen, Coach des SV Walbeck, war dieser Ansicht. „Es ist nun einmal so, wie es ist. Wir nehmen es sportlich“, sagte er. Und natürlich träumen beide Übungsleiter jetzt von einem Duell mit dem ehemaligen Bundesligisten MSV. „Doch davor wartet noch eine verdammt schwere Aufgabe auf uns“, sagte ­Thijssen. Er ist dabei sicher, dass er seine Mannschaft nicht besonders für das Spiel gegen die SGE, dessen Termin noch nicht feststeht, motivieren muss. Schließlich winkt danach eine ganz besondere Partie.

Sicher ist, dass eine Mannschaft des Kreises Kleve/Geldern auf jeden Fall in der zweiten Runde des Niederrheinpokals noch dabei sein wird. Denn in Runde eins kommt es zum Duell zwischen dem Bezirksligisten Viktoria Goch und dem Oberligisten 1. FC Kleve, der vor wenigen Wochen erst das Finale des Pokalwettbewerbs der Saison 2019/2020 gegen den Regionalligisten Rot-Weiss Essen mit 1:3 verloren hat. Auch diese Partie dürfte einige Zuschauer anziehen, wenn es die Corona-Pandemie denn zulässt.

Der SV Rindern, Neuling in der Bezirksliga, hat ebenfalls einen Oberligisten zu Gast. Sein Gegner ist der FC Kray. Eine überaus lösbare Aufgabe wartet auf Regionalligist SV Strae­len. Er muss beim Duisburger A-Kreisligisten MTV Union Hamborn antreten.

Die erste Runde des Niederrheinpokals soll generell am Samstag, 31. Oktober, über die Bühne gehen. Doch schon jetzt ist klar, dass die Spiele mit den Vereinen des Kreises Kleve/Geldern dann nicht stattfinden können. Denn an diesem Termin sind in der Dritten Liga sowie der Regional- und Oberliga Meisterschaftsspiele angesetzt.