Fußball : Hö.-Nie. lässt viele Chancen liegen

Fußball-Landesliga, Gruppe 2: SV Hönnepel-Niedermörmter - SF Niederwenigern 0:2 (0:0). Qualitätsfrage im Sturm.

Gegen den Tabellenzweiten Niederwenigern ist die Spielvereinigung Hönnepel-Niedermörmter leer ausgegangen: Die Bullen unterlagen mit 0:2 und rutschten dadurch auf Rang zehn der Landesliga-Tabelle ab.

Die erste Halbzeit verlief torlos, wobei die Gäste aus Hattingen etwas mehr vom Spiel hatten. Die Sportfreunde störten die Hausherren früh und bauten auch offensiv mehr Druck auf, ohne jedoch zu zwingenden Torchancen zu kommen. In der 9. Spielminute köpfte Niederwenigerns Amin Ouahaalou aus aussichtsreicher Position deutlich über die Latte, im Gegenzug tauchten Hö.-Nies Luca Plum und Murat Kara gefährlich vor dem Gästetor auf. In der 19. musste SV-Keeper Pascal Königs einen Freistoß der Gäste entschärfen, kurz darauf einen Schuss von Simon Bukowski aus 18 Metern.

Kurz nach der Pause ging der Tabellenzweite dann nach einem langen Freistoß von Amin Ouahaalou in Führung: Der aus dem linken Halbfeld hoch vor das SV-Tor geschlagene Ball fand am Fünfer den Torschützen Malte Eckert (49.), der an Keeper Pascal Königs vorbei zum 1:0 einköpfte. Hö.-Nie.-Coach Georg Mewes: „Das war ein Torwartfehler, da gibt es keine zwei Meinungen. Er hätte vorher rauskommen müssen.“

Nach dem Führungstreffer schraubten die Gäste ihre Offensivbemühungen zunehmend zurück, und Hö.-Nie. drängte auf den Ausgleich. In der 64. Spielminute hatte Spielmacher Edin Husic im Strafraum freies Schussfeld und zog ab, doch Amin Ouahaalou konnte den strammen Schuss mit dem Bein abblocken. Brenzlig vor dem Gästetor wurde es auch in der 83., als Hö.-Nie. aus dem Strafraumgewühl heraus mehrfach den Abschluss suchte. Nach mehreren Anläufen, die Niederwenigerns Hintermannschaft allesamt abblocken konnte, traf Elidon Bilali von der Strafraumgrenze aus die Torlatte – beim anschließenden, abgeblockten Nachschuss reklamierte die Heimmannschaft lautstark ein Handspiel, ohne dass Schiedsrichter Jonah Samuel Njie Besong jedoch aktiv wurde.

Den zunehmend lockeren Defensivverbund der SV Hö.-Nie. nutzte Niederwenigern dann in der Nachspielzeit: Simon Bukowski schraubte den Spielstand auf 2:0 hoch und brachte den Sieg für den Tabellenzweiten in trockene Tücher.

Hö.-Nie.-Trainer Georg Mewes haderte nach Abpfiff wieder mal mit der Chancenverwertung. „Das war der Unterschied. Niederwenigern schießt zweimal aufs Tor und trifft zweimal, und wir verschießen hundert Mal.“ Dass es nicht zum Torerfolg kam, sei laut Mewes auch eine Qualitätsfrage.