Fußball: SV Hö.-Nie. rutscht auf vorletzten Platz

Fußball : SV Hö.-Nie. rutscht auf vorletzten Platz

Fußball-Oberliga: Die Mannschaft von Trainer Daniel Beine verliert beim VfR Krefeld-Fischeln mit 0:2. Alexander Lipinski und Stefan Linser treffen vor 184 Zuschauern für die gastgebenden Seidenstädter ins Schwarze.

Beim Fußball-Oberligisten SV Hönnepel-Niedermörmter ist der absolute Tiefpunkt erreicht. Nach der 0:2-Auswärtsniederlage beim VfR Krefeld-Fischeln haben die Mannen von Trainer Daniel Beine den vorletzten Tabellenplatz übernommen. Frustriert verließ der junge Coach nach 90 Minuten den Kunstrasen an der Kölner Straße: "In der ersten Hälfte fehlte die Körpersprache, das wurde später besser. Aber vorne tut sich bei uns nichts, so kann man auswärts kein Spiel gewinnen."

Bereits nach 40 Sekunden hätten die Schwarz-Gelben in Rückstand geraten können. Ein Kopfball von Dustin Orlean strich nur knapp am Hö.-Nie.-Kasten vorbei. In Minute 8 stand es dann aber 1:0 für die wesentlich engagierter beginnende Heimelf. Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld wurde Alexander Lipinski im Strafraum mustergültig angespielt und ließ Christian Auclair mit einem platzierten Flachschuss keine Abwehrchance.

Erste Gefahr ging von den Gästen in der 21. Minute aus. Daniel Boldt köpfte auf den durchgestarteten Niklas Klein-Wiele, Keeper Halil Ibrahim Özcelik konnte den Schuss auf die kurze Ecke aber parieren. Bei der anschließenden Ecke setzte Boldt seinen Kopfball etwas zu hoch an. Auf der andere Seite knallte Kevin Breuer die Kugel per Freistoß an die Oberkante der Latte, da wäre Auclair machtlos gewesen (27.). Kurz vor der Pause rettete der Hö.-Nie-Torhüter gegen den allein auf ihn zustürmenden Orlean, so dass es zur Pause beim knappen Rückstand blieb.Für Klein-Wiele brachte Beine zu Beginn der zweiten 45 Minuten Marvin Ehis in die Partie. Die Gäste intensivierten zwar ihre Offensivbemühungen, konnten sich in Strafraumnähe aber nicht entscheidend durchsetzen. Zu viele Aktionen blieben dem Zufall überlassen, das Fehlen des gesperrten Angreifers Andre Trienenjost machte sich stark bemerkbar.

Die Hoffnungen auf einen Punktgewinn bekamen in der 63. Minute einen weiteren Dämpfer. Nach einem Eckball von der rechten Seite fühlte sich niemand zuständig für den mit nach vorn gekommenen Linser, der den Ball aus kurzer Entfernung humorlos in die Maschen drosch (63.).

Die Beine-Truppe konnte sich in der Folgezeit zu keiner wirklichen Aufholjagd aufraffen. Zwar erspielte man sich ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld, doch vorne lief einfach nichts zusammen. Die hohen Bälle auf den langen Boldt waren das einzige Mittel, doch brachten sie gar nichts ein. So verlebte VfR-Schlussmann Özcelik einen geruhsamen Nachmittag. Eine Viertelstunde vor dem Ende zeigte sich Auclair gut auf dem Posten und rettete gegen den allein auf ihn zustürmenden Lipinksi. Als Luca Thuyl nach einer Boldt-Kopfballablage den Ball knapp am Kasten vorbeigesetzt hatte (78.), war die Luft raus beim SV, der sich schließlich in sein Schicksal ergab. Die zweikampf- und laufstärkeren Fischelner brachten ihren Zwei-Tore-Vorsprung sicher über die Ziellinie.

Beim SV Hönnepel-Niedermörmter muss sich in den kommenden Wochen schon einiges ändern, wenn die Klasse gehalten werden soll.

(RP)