SV Grieth sorgt für eine Überraschung

"Ich weiß nicht, wie dieser Sieg zustande gekommen ist, aber das ist mir auch egal", so ein überglücklicher Griether Trainer Jürgen Hommers nach dem Spielende beim BV Borussia Bocholt. Mit 2:1 gewann seine Mannschaft beim bisher noch ungeschlagenen Aufsteiger. "Wir haben heute endlich mal das Quäntchen Glück auf unserer Seite gehabt, aber das haben wir uns in den letzten Wochen auch verdient", so Hommers.

Die erste Halbzeit in Bocholt war relativ ereignislos, doch kurz vor dem Pausenpfiff ergab sich die Chance für die Gäste: Stürmer Kai Esser war durch, der Bocholter Schlussmann Marc Tebroke verschätzte sich und stand schon vor seinem Strafraum. Daher konnte er nicht mehr mit der Hand eingreifen, so dass Esser den Ball an ihm vorbei legen und ins leere Tor schießen konnte (43.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. "Es war gut, dass wir mal mit einer Führung in die Halbzeit gegangen sind", sah Hommers darin einen Schlüssel zum Erfolg. Doch er warnte seine Truppe, dass Bocholt mit viel Druck aus der Kabine kommen würde, und genau so kam es. Viele Angriffe rollten auf das Tor vom Griether Torwart Deniz Günes zu, der aber immer als Sieger aus den Aktionen hervorging.

Doch nach 75 Zeigerumdrehungen war dann auch Günes geschlagen. Roy Nijman machte den 1:1-Ausgleich. Fünf Minuten vor dem Ende setzte der SV Grieth noch einmal einen Konter - mit Erfolg: Wieder war es Kai Esser, der der Abwehr im Rücken weglief und vor dem Tor auf Fadel Akyel querlegte. Akyel traf aus spitzem Winkel ins lange Eck. Der Routinier war erst kurz vor dem Spiel für Matthias Jastrzebski, der sich beim warm machen verletzte, in die Startformation gerückt.

Damit war die Überraschung perfekt, denn die bisher noch punktlosen Schifferstädter retteten das 2:1 über die Zeit. "Vor allem Kai Esser hat heute vorne und hinten sehr gut gearbeitet. Fadel Akyel mit seiner Routine und seinen guten Standards hat auch einen großen Teil dazu beigetragen", war Hommers mit seinem Team, besonders mit den beiden Angreifern zufrieden. Auch Torwart Deniz Günes bekam ein Lob: "Er hat heute super gehalten." Hommers einziger Kritikpunkt war, dass die Konter nicht richtig ausgespielt wurden.

(RP)