Volleyball : Reinders setzt auf eine gute Kulisse

Herren-Verbandsliga: TVG Holsterhausen – SV Bedburg-Hau 3:0 (25:19, 25:23, 25:18).

Allein schon aus personellen Gründen konnte der Tabellenvorletzte aus Hau im vorgezogenen Spiel beim Verbandsliga-Dritten TVG Holsterhausen den in seinen vorangegangenen Spielen gezeigten Aufwärtstrend nicht bestätigen. Libero David Reetz fehlte ebenso wie der von einer Grippe außer Gefecht gesetzte Außenangreifer Thomas Holtermann.

Quasi von selbst stellte sich damit in Essen Haus letztes Aufgebot auf. Mittelblocker Alexander Pötzsch übernahm Holtermanns Position im Außenangriff und Jan Ulrich rückte für Pötzsch auf dessen Mittelblockerposition ins Team. Durch den Ausfall des wichtigen Punktesammlers Holtermann fehlte Hau Durchschlagskraft im Außenangriff und dieses Manko versuchte die Sechs von der Antoniterstraße nach 0:2-Rückstand vergeblich durch Positionswechsel der Angriffsreihen abzustellen. Im dritten Satz spielte Mittelblocker „Katze“ Bours auf Außen, Pötzsch auf dessen Platz im Mittelblock. Den Kurs in Richtung Haus 0:3-Niederlage veränderte diese Umstellung jedoch nicht.

„Jeder von uns machte anfangs von Satz drei einen oder auch zwei Fehler“, sagte Angreifer Stephan Reinders zu Haus fehlerbehafteter Spielweise im dritten Durchgang. Den Pässen von Zuspieler Niklas Groß fehlte öfter die nötige Präzision und auch Haus Angreifer hatten keine besonderen Erfolgsquoten. Viele effektiver spielte Gastgeber Holsterhausen, der mit starken Angriffen über die Netzmitte Haus Verteidigung immer wieder vor unlösbare Probleme stellte.

Nicht nur das war ein Problem, mit dem Hau zu kämpfen hatte. Bereits im ersten Durchgang zeichnete sich ab, dass Haus Spiel entscheidender Biss abging. Man ließ den Auftaktsatz vor sich hin plätschern und zur Satzmitte ab 13:13 Holsterhausen ohne große Gegenwehr zu leisten auf 20:14 davon ziehen. Es war die Vorentscheidung in ersten Satz. So gut wie gelaufen schien aus Haus Perspektive bei klarem 10:17-Rückstand dann auch schon Durchgang zwei. Wie bereits im Satz zuvor schaffte es der Ligavorletzte nicht mit platzierten Bällen und mit variablen Spielzügen Holsterhausens Routiniers in der Abwehr unter Druck zu setzen. Großen Anteil daran, dass Hau schließlich doch noch bis auf 23:24 herankam, hatten starke Aufschläge von Groß und Reinders. Eine folgende unglücklicher Abwehraktion ließ Haus Traum vom möglichen Satzausgleich und einem besseren Endergebnis als das spätere 0:3 dann jedoch platzen.

Im anstehenden Heimspiel am Samstag um 19 Uhr in der Halle am Weißen Tor gegen die SG FSD/Rumeln will und muss sich die SVB-Sechs nun anders präsentieren. Der gegen Holsterhausen vermisste Libero Reetz und auch der wichtige Punktsammler Holtermann stehen dann wohl wieder im Kader. „Ich hoffe auf eine richtig gute Kulisse durch unsere Fans“, sagt Reinders, für den am Sonntag in Kevelaer dann Haus Auftritt im Bezirkspokal gegen den Landesligisten Tusa Düsseldorf nur ein Nebenschauplatz ist. „Wenn wir ausscheiden, scheiden wir im Pokal eben aus“, sagt Reinders.

Groß, Reinders, Bours, Ulrich, Pötzsch, Ruland, Baum.