SV Bedburg-Hau siegt zum Auftakt in die neue Spielzeit.

Volleyball : Beeindruckender Saisonauftakt

Volleyball-Verbandsliga-Männer: SV Bedburg-Hau setzt sich gegen den SV Neptun Aachen mit 3:0-Sätzen (25:11, 25:20, 25:20) durch.

Auf der dicht besetzten Tribüne der Sporthalle an der Antoniterstraße mussten sich die Fans des Volleyball-Verbandsligisten Bedburg-Hau zuerst einmal neu orientieren. Wie bisher präsentierte sich die Heimmannschaft um Spielgestalter Niklas Groß nicht in dem bekannt grün-schwarzen Dress. Diese Farbe hatten die Trikots der Gäste aus Aachen, während Gastgeber Hau nun neuerdings in pinken Trikots aufläuft.

„Diese Farbe muss man sich als Männermannschaft auch erst einmal trauen“, war einer der Kommentare auf der Tribüne. „Wir sind die pink rockets (deutsch: Raketen in Pink)“, hielt Haus Angreifer Stephan Reinders mit einem Lächeln zur äußerst auffälligen Farbe der neuen Leibchen dagegen.

Passend zu der neuen Namensgebung „Pink Rockets“ legte Gastgeber Hau dann auch so etwas wie einen Raketenstart ins Auftaktspiel der neuen Volleyball-Saison hin. 7:2 lautete Haus Vorsprung nach den ersten Ballwechseln. Zur Mitte des erstes Satzes war Hau 16:7 vorn und die Kaiserstädter aus Aachen zur ihre ersten Auszeit an der Seitenlinie. Bei 9:21-Rückstand war Aachens nächste Auszeit fällig und kurz darauf Haus klares 25:11 zum 1:0 perfekt.

„Bei uns war viel Biss drin. Das war echt gut!“, urteilte SVB-Mittelblocker Christoph „Katze“ Bours mit Blick auf den bärenstarken Einstieg der SVB-Sechs ins Saisondebüt. Haus Aufschlag- und Angriffsdruck hatte Aachen im ersten Satz nichts gleichwertiges entgegenzusetzen.

Das in Satz eins von Hau klar dominierte Netzgeschehen änderte sich dann in Durchgang zwei und drei. Die Gäste, immerhin Tabellendritter der Vorsaison, kamen auf. Die Partie bekam mit nun weniger einseitigen Szenen und vermehrt umkämpfteren Ballwechseln zur Freude der Besucher auf der Tribüne einen höheren Unterhaltungswert. So etwa bei Haus spektakulären Abwehrszenen bei 8:4 und danach 13:10 in Satz zwei, bei denen sich Haus Kevin Ebben unter Szenenapplaus besonders hervor tat. Haus Libero erhielt nach Spielschluss verdient ein Sonderlob von Bours, der sagte: „Was der noch alles hoch gekratzt hat, war phantastisch. In Annahme und Abwehr war Kevin richtig gut.“

Das war neben anderen spielerischen Aspekten auch eine Garantie dafür, dass Hau kürzere Schwächephasen im Verlauf von Satz zwei und drei unbeschadet überstehen konnte. Nach Haus 16:11-Führung in Satz zwei und 15:11-Führung in Durchgang drei war Aachen auf 19:20 respektive noch auf 16:17 heran gekommen. „Aus diesen Phasen sind wir gut heraus gekommen“, sagte Bours nach Haus Satzgewinnen von jeweils 25:20 zum 3:0. Die Satzgewinne gelangen, weil dann sowohl die Konzentration sowie Haus Aufschlag- und Angriffsdruck wieder so stark wie im ersten Durchgang waren.