SV Bedburg-Hau Relegation Volleyball-Verbandsliga

Volleyball : Zwei Siege retten die Saison für Bedburg-Hau

Relegation Verbandsliga: DJK Tusa 06 Düsseldorf - TuS 08 Lintorf 0:3 / SV Bedburg-Hau – DJK 06 Düsseldorf 3:0 / TuS 08 Lintorf – SV Bedburg-Hau 2:3

Bereits vor Bedburg-Haus erstem eigenen Aufschlag in der Relegationsrunde um den Verbleib in der Verbandsliga war vorgezeichnet, dass diese Runde auf ein „Endspiel“ Hau gegen Lintorf hinaus laufen würde. Lintorf hatte sich im Duell der Landesliga-Vizemeister in der ersten der drei angesetzten Partien deutlich in drei Sätzen gegen Düsseldorf durchgesetzt.

Zwangsläufig musste Hau damit vor eigener Kulisse in der Halle an der Antoniterstraße gleichfalls mit einem Sieg über die Landeshauptstädter nachlegen, um das sonntägliche „Finale“ in Lintorf Wirklichkeit werden zu lassen. Vor der Partie gegen den klassentieferen Landesligisten Düsseldorf hatte Haus Angreifer Stephan Reinders gefordert: „Mit einem 3:0-Sieg zu starten, wäre richtig gut.“ Doch wirklich gut startete die Sechs um Zuspieler Niklas Groß nicht. Von 1:3 bis zum 11:10 reihte Hau Fehler im Angriff und am Aufschlag zu Tusas Vorteil aneinander, ehe Haus Spielzüge nach einem Reinders Angriff und später einer schönen Angriffskombination über Thomas Holtermann zum 17:11 auf Touren kamen. Nach einer perfekten Kette mit Annahme von Libero Kevin Ebben, Zuspiel Groß und Schnellangriff über „Katze“ Bours zum 19:13 war Hau auf Kurs zum 25:19 und zur 1:0-Satzführung. Düsseldorf war angezählt und auf dementsprechend geringen Widerstand traf das klar das Spielgeschehen diktierende SVB-Team beim 25:12 zum 2:0 im zweiten Satz. Bis zum 9:6 in Durchgang drei hatte Hau alles im Griff, war zur Auszeit bei 12:14 jedoch plötzlich im Rückstand. „Da haben wir den typischen Hänger gehabt, sind aber mit der Unterstützung unserer tollen Fans aus dem Tief heraus gekommen,“ befand Angreifer Felix Ruland nach Haus Rückkehr auf den Siegkurs über 15:15, dann 18:15 sowie 22:18 zum 25:20 und 3:0-Sieg.

Ganz andere, spielerisch wie dramatisch viel höhere Qualität hatte das „Endspiel“ zwischen Lintorf und der SVB-Sechs, in der es wesentliche personelle Änderungen gab. Als Mittelblocker spielte Alex Pötzsch für Jan Ulrich. Premiere als Libero hatte Moritz Müller und wenig überraschend war der frühere Moerser Bundesliga-Akteur in Annahme und Abwehr im Duell mit Lintorf eine absolut sichere Bank und Garant dafür, dass die SVB-Sechs in Lintorf letzten Endes siegreich bestehen konnte.

Schon der erste Satz forderte den Teams mit viel Auf und Ab nervlich einiges ab. Bis 14:9 war Hau klar vorn, dann zu Haus Auszeit bei 21:22 der TuS, der zusehends besser zu seinem Spiel fand, ganz kurz im Vorteil. Mit einem wichtigen Aufschlagwinner brachte Pötzsch Hau nach vorn und mit der perfekten Kette Annahme Müller, Zuspiel Groß und Schnellangriff Bours zum 25:23 beendete Hau Satz eins.

Die spannende Mixtur von Auf und Ab setzte sich in zweiten Satz fort. Auszeit Lintorf bei 5:8, danach Auszeit Hau bei 14:15 Rückstand sowie dazu Müllers Ansage, cleverer aufzuschlagen. Der Satz ging 25:22 an den TuS. In Satz drei fand Hau erst nach „Katze“ Bours Angriff zum 6:9 wieder zurück ins Spiel, ging dann 11:6 und nach 14:14 wieder mit 18:14 in Führung. „Die Punkte, die wir da geholt haben, waren so wichtig,“ hob Reinders die für Hau entscheidende Phase im Spiel und vor dem 25:19 zur 2:1-Führung hervor.

Entschieden war aber noch nichts, da Lintfort nicht aufgab und im Finale von Satz nach einem „Killblock“ gegen Bours zum 19:18 auf Kurs zum 25:20 und in den Tie-Break ging. Zu dessen Start machte Haus Thomas Holtermann zum 3:1 und 5:2 seine wichtigsten Punkte im Spiel. Sie ebneten für Hau den Weg zuerst zum 8:3. Bei 14:8 war Holtermanns sichere Annahme Ausgangspunkt zu Haus finalen Punkt zum 15:8 und 3:2-Sieg. Haus weitere Verbandsligazugehörigkeit war gesichert und Reinders sagte: „Ich bin glücklich, dass wir diese verkorkste Saison durch einen Sieg über einen sehr starken Gegner damit noch gerettet haben.“

SVB: Groß, Reinders, Pötzsch, Bours, Ruland, Holtermann, Müller, Ebben, Ulrich

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