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Fußball: Stolze FC-Serie reißt im Kreisderby

Fußball : Stolze FC-Serie reißt im Kreisderby

Beim SV Straelen muss sich der 1. FC Kleve nach sieben Spielen ohne Niederlage verdientermaßen mit 0:2 geschlagen geben. Clarke und Otchere schießen die Platzherren auf die Siegerstraße.

Vor dem Kreisderby beim SV Straelen erinnerte gestern einiges beim 1. FC Kleve an glanzvollere Zeiten. Erstmals war nämlich wieder ein ausverkaufter Fanbus mit 50 FC-Anhängern auf die Reise in die Blumenstadt geschickt worden. Trotz des gefühlten Heimspiels machte sich nach 90 enttäuschenden Minuten bei den rot-blauen Anhängern Ernüchterung breit. Die 0:2-Niederlage war so nicht erwartet worden. FC-Trainer Thomas von Kuczkowski, ganz und gar nicht begeistert von der über weite Strecken leblosen Vorstellung seiner Schützlinge, erwies sich als fairer Verlierer: "Herzlichen Glückwunsch dem SV Straelen zum verdienten Sieg." An der Tabellenspitze der Landesliga-Gruppe 2 liegen jetzt drei Teams gleichauf. Dank des besseren Torverhältnisses bleibt der 1. FC Kleve Marktführer vor den punktgleichen Mannschaften von Krefeld-Fischeln und SV Straelen.

Wer vom aktuellen Tabellenführer aus der Schwanenstadt ein Offensiv-Feuerwerk erwartet hatte, der wurde bitter enttäuscht. Über die gesamte Distanz wurde Straelens Schlussmann Maria Gbur ein einziges Mal geprüft. Die Platzherren wirkten vor allem in den ersten 45 Minuten deutlich engagierter und aggressiver. Und sie wurden bereits in der 14. Minute belohnt. Philipp Brouwers hatte mit einem Zuckerpass auf die rechte Seite einen perfekt vorgetragenen Konter eingeleitet. Der Ex-Klever Lukas Nabbefeld, ein ständiger Unruheherd auf der rechten Außenbahn und von Kleves Linksverteidiger Devran Eroglu nie in den Griff zu kriegen, scheiterte mit seinem Schuss an FC-Torwart Poli Minas, doch den Abpraller schob Sebastian Clarke zum 1:0 über die Linie. Straelen blieb in der Folgezeit die tonangebende Elf und prüfte noch zweimal Poli Minas, der gegen Hoffstadt (25.) und Otchere (32.) auf dem Posten war. Die einzige Minichance auf Klever Seite hatte der nach auskurierter Verletzung erstmals wieder mitwirkende Kapitän Umut Akpinar. Sein schnell ausgeführter Freistoß flog aber übers Gebälk.

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Während einige Klever Fans in der Pause noch Zuversicht verbreiteten ("wir gewinnen mit 4:1"), sah die Realität auch im zweiten Durchgang anders aus. Zwar wirkten die Rot-Blauen nun bissiger in den Zweikämpfen, doch Zählbares sprang nicht dabei heraus. Große Aufregung gab es nur einmal, als FC-Torjäger Maximilian Stellmach in den Straelener Strafraum eindrang und den Ausgleich auf dem Fuß liegen hatte. Auf der Linie wurde der Ball letztlich geklärt, der Schiri pfiff überdies wegen Torwartbehinderung ab. Straelens Coach Sandro Scuderi wurde vom Unparteiischen wegen Meckerns hinters Stankett geschickt (60.).

Das leichte Aufbäumen der Gäste wurde wenig später im Keim erstickt, als Kennedy Otchere nach wunderbarer Vorarbeit von Lukas Nabbefeld aus Nahdistanz das 2:0 markierte (68.). Der Rest ist rasch erzählt: Pascal Hühners Flanke landete auf der Latte (73.), Lukas Nabbefeld stand bei einem Konter der Pfosten im Weg (88.) und Torwart-Youngster Raven Olschewski, der nach der Pause den an der Hüfte verletzten Poli Minas vertrat, parierte gegen Hoffstadt prächtig (90.).

"In der ersten Halbzeit haben wir komplett versagt. Wir hatten keinen Zugriff auf den Gegner. Insgesamt bin ich enttäuscht. Straelen hat die bessere Einstellung an den Tag gelegt", ärgerte sich von Kuczkowski.

(RP)