Fußball: Stefan JanßenDen Elfer-Bann gebrochen

Fußball : Stefan JanßenDen Elfer-Bann gebrochen

Fußball-Oberliga: Trotz schwacher Vorstellung gelang dem 1. FC Kleve gegen den designierten Absteiger VfB Speldorf ein 2:0-Erfolg. Goncalves und Mahr trafen

Das dringend benötigte Erfolgserlebnis stellte sich gestern für den 1. FC Kleve ein, allerdings mit Hängen und Würgen. Bis zur 89. Minute bangten die FC-Fans um den Sieg der Rot-Blauen. Erst ein von Adrian Mahr verwandelter Handelfmeter sorgte für das 2:0, das gegen Fast-Absteiger VfB Speldorf auch die Entscheidung bedeutete. „Nach den letzten turbulenten Tagen fällt jedes Spiel schwer. Das hier gehört in die Kategorie Arbeitssieg“, stellte anschließend ein spürbar erleichterter FC-Trainer Arie van Lent fest.

Umstellungen

Nach der jüngsten 0:1-Pleite in Duisburg hatte der FC-Coach erneut Umstellungen vorgenommen. Winter-Neuzugang Grigorios Psarris durfte auf die Bank, in Oktay Güney und Ricardo Borba kamen neben Goalgetter Marcel Podszus zwei weitere Offensivkräfte von Beginn an zum Einsatz. In den ersten 25 Minuten setzten die Platzherren die erhofften Akzente, dann hatten sie ihr Pulver aber auch schon verschossen. Borba köpfte nach Mahr-Flanke in die Arme von Speldorfs Torwart Gunkel (3.), Goncalves scheiterte ebenfalls am Schlussmann (4.).

Ein Freistoß des restlos enttäuschenden Mark Zeh, seine einzig nennenswerte Aktion über 90 Minuten, leitete die 1:0-Führung ein. Patrick Goncalves war per Flugkopfball zur Stelle (14.). Goncalves war es auch, der Keeper Gunkel in der 25. Minute zu einer Glanzparade zwang. Dann war der Faden gerissen. Großes Glück hatten die Klever, als Vukadinovic mit einem fulminanten Schuss aus 30 Metern nur das Lattenkreuz traf - das wäre ein „Tor des Monats“ gewesen.

Ergebnisverwaltung

Nach der Pause beschäftigten sich die Klever mehr oder minder mit bloßer Ergebnisverwaltung, brauchbare Spielzüge kamen nicht mehr zustande. Im Gegenteil: Man hatte das ungute Gefühl, die nie aufsteckenden Speldorfer könnten sogar irgendwie noch den Ausgleich erzielen.

Turbulent wurde es erst wieder in den Schlussminuten. Schiedsrichter Inderhees verteilte zwei Gelb-Rote Karten an Janssen und Yilmaz und sprach den Klevern überdies einen Handelfmeter zu. Nach vier vergebenen Strafstößen in Folge brach Adrian Mahr den Bann und erzielte vom Punkt den 2:0-Endstand (88.). „Ich habe mich sicher gefühlt“, erklärte Adi anschließend, warum er sich das Leder geschnappt hatte.

(RP)