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Fußball: Stammkräfte durch Jugend ersetzt

Fußball : Stammkräfte durch Jugend ersetzt

Bei der DJK Appeldorn ist Spielertrainer Jens Hoffmann als Nachfolger von Manni Priewe vor dem Saisonstart zuversichtlich. Stark verjüngte Mannschaft peilt eine Platzierung zwischen Rang fünf und acht an.

Vor seinem ersten Jahr in der Hauptverantwortung steht Jens Hoffmann bei der DJK Grün-Weiß Appeldorn. War der 34-Jährige bislang hinter dem zurück getretenen Manni Priewe als Co-Trainer im zweiten Glied mitverantwortlich, so steht er nun in der ersten Reihe. Dabei möchte der Offensivakteur als Spielertrainer fungieren, "nach Möglichkeit aber den Jüngeren den Vortritt lassen" (so Hoffmann).

Mit Sebastian Siebers, den es zu seinem Heimatverein SGE Bedburg-Hau zurück zieht, Benjamin Vroom, der in der zweiten Mannschaft noch mitkicken möchte und Thorsten Klein, der kürzer treten möchte, muss der Neu-Coach drei etablierte Stammkräfte ersetzen. Dies geschieht fast ausnahmslos durch blutjunge Eigengewächse. Gereon Ploenes, Marvin Tenhaft und Steffen Schulz wechseln aus dem A-Junioren-Lager in den Seniorenbereich und Christoph Lümmen, Dirk Koppers, Frederick Osterkamp sowie Yannick Neinhuis können noch bei den A-Junioren spielen und wurden mit einer Seniorenerklärung ausgestattet.

Jonathan Klingbeil war zuletzt bei den A-Junioren des 1. FC Kleve aktiv, ehe er sich eine Pause gegönnt hatte, um nun wieder anzugreifen. Mit 24 Jahren ist Steffen Bettray, der von der SuS Kalkar zur benachbarten DJK übersiedelte, der älteste Neuzugang. "Die Mannschaft ist stark verjüngt. Dennoch würde ich gerne die Platzierung vom Vorjahr halten oder vielleicht auch zwei bis drei Plätze nach oben gehen", hat Jens Hoffmann das ehrgeizige Ziel einer Platzierung zwischen fünf und acht im Visier. "Das Potenzial ist da. Mal gucken, wie es läuft", sagt der Selbstständige.

Dabei baut er insbesondere auf eine gut funktionierende Defensive, die mit nur 44 Gegentoren die fünftbeste Abwehr der abgelaufenen Saison war. "Die Null muss stehen, auch wenn ich gerne offensiver spiele", hofft Hoffmann, dass neben Peter Hellfeld auch andere Akteure Torgefahr entfachen. Dabei erwartet er von Einiges von Kevin Peters, Sebastian Vogt und insbesondere dem jungen Marvin Tenhaft. Getreu dem Motto "Elf Freunde müsst ihr sein" baut der zum zweiten Mal Vaterfreuden entgegen blickende Hoffmann auf die Kameradschaft als Erfolgsfaktor. Er weiß aber auch, dass es schwer sein wird, Ausfälle von etablierten Kräften zu ersetzen. "Die Säulen dürfen nicht wegbrechen", ahnt Hoffmann, dass das Gerüst bei Verletzungen ins Wanken geraten könnte. "Wir sind auf einem guten Weg", strahlt der Appeldorner Trainer-Neuling weiter Optimismus aus.

Bei der Frage nach den Favoriten für die kommende Spielzeit musste Jens Hoffmann kurz überlegen. "GSV Geldern war schon spielerisch stark und hat einige gute Neue dazu bekommen und ein Absteiger wie Erfgen wird auch eine gute Mannschaft haben. Der Rest wird ziemlich ausgeglichen sein", mutmaßt Hoffmann.

(RP)