Sportsegeln: Der Klever Jan Wanders triumphiert in der Eredivisie

Sportsegeln : Jan Wanders weiter auf der Erfolgswelle

Der Klever feiert mit seinem niederländischen Team des WSV Giesbeek die niederländische Meisterschaft im Küstenort Muiden.

Jan Wanders ist einer der erfolgreichsten aktiven Sportler, die aus der Schwanenstadt Kleve stammen. Dabei kann er seine Leidenschaft vor Ort gar nicht ausüben: Der Student der Hochschule Rhein-Waal ist Sportsegler und reist mit seinem Boot über den gesamten europäischen Kontinent. Seine sportliche Heimat hat der 22-Jährige im Yachthafen des Wassersportvereins Giesbeek in den Niederlanden gefunden. In den vergangenen Jahren fuhr das vierköpfige Aufgebot rund um Wanders von Erfolg zu Erfolg. So gehört er seit Jahren zu den besten Seglern des Landes, er nahm bereits schon an der ebenso berüchtigten wie bekannten Team-Champions-League im schweizerischen Sankt-Moritz teil.

Nun reiste die Mannschaft des WSV Giesbeek in den niederländischen Küstenort Muiden zum Finale der Eliteklasse „Eredivisie“. „Unser Ziel war die erneute Qualifikation für die Champions-League. Dafür hätte eine Treppchenplatzierung gereicht, dieses Ziel hatten wir uns im Vorfeld gesteckt“, sagt Wanders im Gespräch mit unserer Redaktion. Und dennoch: Dem Nachwuchssportler zu Folge hätte sein Team nichtsdestotrotz von Beginn an auch auf die Meisterschaft geschielt. Im vergangenen Jahr hatte es bereits zum sechsten Platz der Eredivisie gereicht. „Seit Mitte Januar trainieren wir für das Ziel Champions League zwei Mal in der Woche. Das ist neben dem Studium eine Menge Arbeit und bringt einen mitunter an die Grenzen der Belastung.

Aber nach einem solchem Wettkampf wie in Muiden weiß ich, wofür ich es mache“, sagt Jan Wanders. So war das Boot des WSV Giesbeek jenes, das im Laufe des Jahres im Training und in Wettkämpfen die meisten Kilometer zurückgelegt hatte. So ließe sich durchaus behaupten: Fleiß zahlt sich auch im Sportsegeln aus. Über ein verlängertes Wochenende erstreckte sich der Eredivisie-Wettkampf, insgesamt 45 Rennen wurden am Ijmeer ausgetragen. Bis zum Finale hatten noch sieben der insgesamt 17 Teams Aussicht auf den Gesamtsieg. Das Quartett um Jan Wanders erwischte einen perfekten Start: Schon in der ersten Runde holten sich die Niederländer die Spitzenposition, insgesamt sechs der 15 Durchgänge entschieden Wanders und Kollegen für sich. Das schwächste Resultat war der siebte Platz. So gewann das Team des WSV Giesbeek mit knappem Vorsprung vor der Mannschaft des WSV Almere Centraal den Prestige-Vereinswettbewerb. „Wir haben das Feld schon früh angeführt und waren froh, dass es zum Sieg gereicht hat, obwohl wir am dritten Tag einen Frühstart einstecken mussten“, sagt Segler Wanders.

Sein Mannschaftskollege Koen Sibbel erklärt über den Erfolg in Muiden: „Das ganze Wochenende über wurde bei der Eredivisie auf richtig hohem Niveau gesegelt. Die Teams waren ganz nah beieinander.“

Allerdings habe sich das hohe Trainingspensum ausgezahlt. Über die taktische Ausrichtung des WSV sagt er: „Wir wollten möglichst frei von jedweden Problemen bleiben und bei schlechteren Starts Schadensbegrenzung betreiben. Wir haben nicht eine Strafrunde drehen müssen, das macht am Ende den Unterschied. Nun sind wir einfach überglücklich.“ In den nächsten Wochen lassen Sibbel und Wanders nun die Saison ausklingen. Zwei Wettbewerbe stehen noch auf dem Restprogramm, darunter auch die niederländische Meisterschaft in der Bootsklasse J70. „Wir bleiben maximal ambitioniert“, sagt der Klever Jan Wanders.

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