Lokalsport : Spiel mit Höhen und Tiefen

Bedburg-Haus Bezirksliga-Damen setzen sich nach spannendem Spielverlauf mit 3:2 gegen Süchteln durch. Die Herren der Sportvereinigung kassieren 1:3-Niederlage in Rumeln

Bezirksliga-Damen:

SV Bedburg-Hau - ASV Süchteln 3:2 (25:17, 18:25, 22:25, 25:22, 15:10). (holt) Fünf Sätze gespielt, zwei davon verloren, jedoch drei gewonnen - darum galt nach Haus Heimpremiere: Ende gut - alles gut! Diesen Schluss ließ zumindest auch die Analyse von Haus Trainerin Petra Stockhorst, die fünf Sätze lang immer wieder mit Auszeiten und vielen Auswechslungen ins Spielgeschehen eingreifen musste, zu. Stockhorsts kritisches Urteil lautete: "Es war ein Spiel mit vielen Höhen und Tiefen. Insgesamt war es eine geschlossene Mannschaftsleistung und im Vergleich zu den vorigen zwei Spielen waren wir viel beweglicher und hatten auch gute Angriffsaktionen. Insgesamt ist bei uns aber immer noch viel Luft nach oben."

Haus wechselhafter Auftritt begann schon im Auftaktsatz. Bis 22:11 hatten die Hausherrinnen Spiel und Gegner fest im Griff. Hau schaltete auf Energiesparmodus um, brachte damit den ersten Satz noch mit 25:17 zum 1:0 ins! Ziel, schaffte es danach in Durchgang zwei und drei nicht, wieder auf volle Power und höchste Konzentration umzuschalten.

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Hohe Rückstände und verdiente Satzverluste waren das Resultat und bei nochmals hohen Rückständen von 2:10 und 13:17 in Satz vier lief alles auf eine Pleite zu. Ein starker Endspurt und gute Aufschläge von Birte Moß von 18:22 zum 25:22 und 2:2 sorgten für die Wende. In Satz fünf stand Haus Sieg bei 1:5 aber wieder auf der Kippe. Die kritische Phase meisterte Hau mit sieben Aufschlägen der eingewechselten Christin Hünnekes. Danach war Hau von Süchteln nicht mehr zu stoppen.

Bezirksklasse-Damen

SV Winnekendonk - SV Bedburg-Hau II 3:0 (25:14, 25:22, 25:18). Haus neu formierte Zweitvertretung benötigte den klar verlorenen Auftaktsatz, einerseits um wach zu werden und andererseits auch als Erinnerung daran, dass in der neuen Liga mehr gefordert wird als vorige Saison in der Kreisliga. "Wir müssen uns sicher noch an das Spiel in dieser Liga gewöhnen und selbstbewusster auftreten", bilanzierte Trainerin Lena Groetelaers nach der zweiten Zu-Null-Niederlage in Folge.

Sie sah jedoch auch manch guten Ansatz bei ihren Schützlingen, die Winnekendonks favorisierte Sechs ab und an in Bedrängnis brachten und zu Auszeiten zwangen. "Wenn die Annahme kam, lief unser Spiel gut. Teilweise gelang es, mit guten Angriffszügen zu punkten. Aber leider gab es auch zu viele Aufschlagfehler, die ich noch auf die Nervosität meiner Mannschaft zurück führe", rechnete Groetelaers gute Aktionen gegen schwächere auf.

Bezirksliga-Herren:

Rumelner TV II - SV Bedburg-Hau 3:1 (25:15, 19:25, 25:11, 25:15). Haus Aktien für ein Duell auf Augenhöhe mit der weiter unbesiegten Rumelner Reserve gingen schon vor Spielbeginn auf Talfahrt. Im Angriff fiel Thomas Holtermann, der mit einer Grippe passen musste, ebenso aus wie Fabian Fischer. Zudem machte eine schmerzhafte Entzündung im Schultergelenk einen durchgängigen Einsatz von Mittelblocker Torsten Verheyen unmöglich. Die Block- und Angriffsreihe der SVB-Sechs stellte sich im Topspiel damit sozusagen von alleine auf und wohl nicht nur deshalb startete Hau mit gehörigen Respekt ins Spiel. Rumeln mit den früheren Bundesliga-Akteuren Markus Möbest, Markus Lensing und Tamas Szekeres in seinen Reihen hatte Herausforderer Hau schon beim Einschlagen stark beeindruckt.

Folgerichtig ging der Auftaktsatz über Zwischenstände von 12:19 und 13:23 klar an Rumeln, das erst in zweiten Satz auf größeren Widerstand traf. Hau spielte wie ausgewechselt auf. Gute Annahmen führten zu erfolgreichen Angriffen und Trainer Stemmler stellte nach dem 25:19 zum 1:1 fest: "Wir haben dabei immer an der oberen Leistungsgrenze gespielt."

Ähnlich gute Szenen hatte Hau in den folgenden Sätzen kaum noch. Rumelns Routinier Szekeres stellte in Satz drei mit einer Serie von Sprungaufschlägen von 6:3 bis 13:3 die alte Kräfteverhältnisse sofort wieder her und ab 8:8 im Satz vier klappte bei Hau in Annahme, Zuspiel und Angriff dann nur noch selten etwas, sodass Rumeln am Ende leichtes Spiel hatte.

(RP/rl)