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So soll die Saison im Fußball-Kreis Kleve/Geldern weitergehen

Sport in der Corona-Krise : So plant der Fußball-Kreis Kleve/Geldern den Re-Start

In der Kreisliga A werden die geplanten Auf- und Abstiegsrunden gestrichen. Die B- und C-Ligen absolvieren nur eine Einfachrunde. Die Saison könnte so auch noch beendet werden, wenn erst im Mai gespielt werden kann.

Der Fußball-Kreis Kleve/Geldern hat die Konsequenz, die zu erwarten war, daraus gezogen, dass sich der Amateursport mittlerweile schon seit gut drei Monaten im Lockdown befindet und vorerst kein Ende der Einschränkungen in Sicht ist. Er hat den Vereinen am Donnerstagabend mitgeteilt, wie die Saison in den Kreisligen fortgesetzt und beendet werden könnte, wenn die Corona-Pandemie dies überhaupt zulässt. In den beiden Staffeln der Kreisliga A soll versucht werden, die Hin- und Rückrunde auszutragen. Die anschließend geplanten Auf- und Abstiegsrunden entfallen. Über die Auf- und Abstiegsregel für diese Klasse will der Fußball-Kreis später informieren. In den Kreisligen B und C soll nur die Hinrunde beendet werden.

„Wir haben in der Pandemie aktuell zwar rückläufige Infektionszahlen, gleichzeitig aber gefährliche Mutationen des Coronavirus. Wir können deshalb nicht davon ausgehen, dass der Lockdown für den Amateursport schon Mitte Februar beendet wird. Aus diesem Grund hat der Kreis-Fußballausschuss beschlossen, dass in unseren Kreisligen nur noch einfache Runden gespielt werden können“, sagt Holger Tripp, Vorsitzender des Fußballausschusses im Kreis Kleve/Geldern.

Tripp stellt sich darauf ein, dass die Saison auf Kreisebene auf keinen Fall vor April fortgesetzt werden kann. „Ich gehe davon aus, dass wir, wenn überhaupt, frühestens im März wieder auf die Plätze können. Und dann sollen die Mannschaften wenigstens vier Wochen die Möglichkeit haben, sich auf die Meisterschaftsspiele vorzubereiten. Diesen Zeitraum halten wir auch für dringend erforderlich. Deshalb ist es unrealistisch, an einen Re-Start vor April zu denken“, sagt Tripp.

In der Kreisliga A hätten, wenn auch Auf- und Abstiegsrunde ausgetragen werden würden, noch 20 Spieltage plus Nachholpartien absolviert werden müssen. „Das wäre nicht möglich, ohne viele englische Wochen einzuplanen. Diese Belastung möchte ich den Vereinen auf Kreisebene aber ersparen“, sagt Tripp. Zudem müsse man sich ja darauf einstellen, dass es auch im April noch nicht wieder um Punkte gehen könne. „Mit der Entscheidung, die wir jetzt getroffen haben, wollen wir versuchen, 50 Prozent der Partien über die Bühne zu bekommen, um die Saison werten zu können. Das wäre auch dann noch möglich, wenn erst im Mai wieder gespielt werden kann“, sagt Tripp.

Fraglich ist noch, wann die Nachholpartien in den Kreisligen sowie die Spiele des Kreispokals ausgetragen werden sollen. Das hänge, so Tripp, davon ab, wann wieder gespielt werden könne. „Die noch ausstehenden Begegnungen der zweiten Runde des Kreispokals werden wir auf jeden Fall eine Woche vor den ersten Meisterschaftsspielen ansetzen. Wann die Nachholpartien terminiert werden, können wir erst entscheiden, wenn wir wissen, wann es in der Meisterschaft weitergehen kann“, sagt der Vorsitzende des Kreis-Fußballausschusses.

Holger Tripp macht sich keine großen Hoffnungen, dass dies schnell der Fall sein wird. „Der Sport wird sicherlich nicht der Bereich sein, für den es zuerst Lockerungen geben wird. Da dürfen wir uns nichts vormachen“, sagt er. Deshalb schließt der Vorsitzende des Kreis-Fußballausschusses mittlerweile auch nicht mehr aus, dass die Saison sogar abgebrochen werden muss. „Natürlich müssen wir auch damit rechnen. Allerdings ist es noch zu früh, sich ernsthaft mit diesem Thema zu befassen. Wir hoffen noch, dass wir das Programm, für das wir uns im Fußball-Kreis jetzt entschieden haben, auch so abwickeln können“, sagt Tripp.