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Siegfried in Wissel knapp am Punkt vorbei

Kreis Kleve : Siegfried in Wissel knapp am Punkt vorbei

Fußball-Kreisliga A: Mit sechs Begegnungen wurde die Saison eröffnet. Der SVS II, dessen erste Mannschaft spielfrei hatte, griff auf Regionalliga-Spieler zurück. Leidtragender war Aufsteiger Donsbrüggen, der beim 2:7 Lehrgeld zahlte.

Nachdem die hohen Amateurklassen bereits vor einer Woche in die neue Saison eingestiegen waren, zogen am vergangenen Wochenende auch alle übrigen Fußballligen im Männerbereich nach. Dazu zählte auch das Oberhaus im Kreisliga-Fußball. Sechs Begegnungen wurden gestern ausgetragen, das siebte Spiel zwischen Arminia Kapellen-Hamb und Grün-Weiß Vernum wird erst am kommenden Mittwoch angepfiffen.

Alemannia Pfalzdorf – SC Blau-Weiß Auwel-Holt 0:0. Mit einem torlosen Unentschieden zum Saisonauftakt trennten sich die Kontrahenten aus Pfalzdorf und Auwel-Holt. „In der ersten Halbzeit waren wir richtig gut, hatten zwei hundertprozentige Torchancen und müssen folglich in Führung gehen“, bilanzierte Pfalzdorfs Coach Thomas Erkens. „In Halbzeit zwei haben sich die Mannschaften dann ein Spiel mit offenem Visier geliefert. Unter dem Strich sind wir mit dem Punkt einverstanden.“ Das sah auch SC-Trainer Lars Allofs ähnlich. „Wir waren glücklich, mit einem 0:0 in die Halbzeit zu gehen. Der erste Durchgang geht deutlich an Pfalzdorf. Unsere zweite Halbzeit war dann solide, die Spielanteile waren ausgeglichen. In der Summe geht das Unentschieden in Ordnung.“

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BV Sturm Wissel – Siegfried Materborn 2:1 (1:0). Im Endeffekt ein wenig unglücklich unterlag der Aufsteiger aus Materborn beim BV  Sturm Wissel. Zwar hatte Wissels Neuzugang Maximilian Janssen Rot-Weiß kurz vor dem Pausenpfiff in Führung gebracht, doch Materborn schlug in der 50. Minute in Person von Kevin Wanders zurück. In der Folge vergab der Ausgleichs-Schütze die große Möglichkeit, vom Elfmeterpunkt aus, das Spiel zu drehen. Das sollte sich knapp zehn Minuten später rächen, als Kevin Deckers die Platzherren wieder in Führung brachte. Wissels Lucas Schulz verpasste zwar kurz vor Schluss ebenfalls die Chance, vom Punkt zu treffen, die Führung brachte man jedoch trotzdem ins Ziel. „Uns fehlt als Aufsteiger noch ein wenig die Cleverness“, meinte Siegfried-Co-Trainer Stephan Siebers. „Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, müssen uns jedoch noch ein wenig zurechtfinden.“ Marco Schacht resümierte: „Wir sind schleppend reingekommen, hatten aber zu jedem Zeitpunkt die Spielkontrolle. Zum Teil haben wir es uns selbst schwer gemacht und das müssen wir verbessern.“

TSV Weeze – Union Wetten 1:0 (0:0). Der TSV, der auch in diesem Jahr wieder eine gute Rolle spielen will konnte am ersten Spieltag auch den ersten „Arbeitssieg“ einfahren, wie Trainer Marcel Zalewski selbst sagt. Durch einen Elfmeter, den Robin Millar verwandelte (48.), gerieten sie in Führung, welche schlussendlich über die Zeit gerettet wurde. Ein zweiter Elfer wurde verschossen und ein weiteres Tor aberkannt. Die Gäste konnte ihre Chancen, die sie durchaus hatten, nicht verwerten und somit nichts Zählbares mitnehmen. „Unterm Strich ist der Sieg verdient. Es war eine kämpferisch und läuferisch sehr gute Leistung von uns, wobei das spielerische jedoch vernachlässigt wurde. Da gilt es jetzt dran zu arbeiten und dies zu verbessern“. Marcel Lemmen, Coach der Union, war mit dem Spiel seines Teams durchaus sehr zufrieden. „Insgesamt haben wir denke ich unglücklich verloren. Der TSV war Favorit, dem wir nichts geschenkt haben. Auf unserer Leistung können wir jetzt weiter aufbauen“, so Lemmen

SV Herongen – Uedemer SV 3:2 (2:1). In einem umkämpften Spiel der beiden Aufsteiger, welches auch für die Zuschauer schön anzusehen war, ging der SV Herongen als Sieger vom Platz und konnte die ersten drei Punkte in der A-Liga einfahren. „Der Gegner war bärenstark und der Sieg ziemlich glücklich. Wir haben zwischenzeitig verpasst den Sack zu zu machen. Im Endeffekt sind wir mit der Leistung und dem guten Start aber zufrieden“, zeigt sich der Coach des Heimteams, Sebastian Tissen, nach dem Spiel. Der Uedemer Trainer, Martin Würzler, ärgert sich über den missglückten Auftakt: „Wir haben viele Standards zugelassen, die wir eigentlich vermeiden wollten. Dieses Spiel zu verlieren ist unsere eigene Schuld. Das müssen wir besser machen“. Zwei Gegentore fielen durch Standards, sodass die Gastgeber die Schwächen des Gegners eiskalt ausnutzten und perfekt in die Saison starten.

SV Straelen II – SV Donsbrüggen 7:2 (3:0). Der SV Donsbrüggen, Aufsteiger aus dem Nordkreis, musste gleich zu Beginn eine „dicke Packung“ einstecken. Durch einen überragenden Randy Grens, der Spielpraxis für die Regionalliga sammeln sollte und mit vier Toren erheblich zum Sieg beitrug, konnten die ersten drei Punkte souverän eingefahren werden. „Gerade durch die Unterstützung einiger Spieler aus dem Regionalliga-Team waren wir in der Lage das Spiel zu gestalten. Der sehr zweikampfstarke Gegner hat uns aber keinen Spaziergang ermöglicht. Aus diesem Spiel können und müssen wir jetzt weiter lernen“, so Friedhelm Baumann, Coach des SVS. Die Gäste hatten insgesamt nicht viele Chancen aus dem Spiel heraus und waren dem Gegner klar unterlegen. Also muss man am nächsten Spieltag gegen den nächsten Aufsteiger aus Herongen versuchen die ersten Punkte zu sammeln.

SV Sevelen – SV Viktoria Winnekendonk 2:0 (2:0). Der Bezirksliga-Absteiger aus Sevelen wurde am ersten Spieltag in der neuen Liga seiner Favoritenrolle gerecht und konnte die ersten drei Punkte in der „Mission Wiederaufstieg“ einfahren. Auch Trainer Gunnar Gierschner ist mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: „Ein Sieg zum Auftakt ist für die ganze Mannschaft das Wichtigste. Wir haben sehr gut gespielt, hätten die Führung jedoch noch weiter ausbauen können. In Hälfte zwei haben wir leider fast nur verwaltet. Am Ende zählt jedoch nur der Sieg“. Als erfahrene A-Liga-Mannschaft weiß auch der Co-Trainer der Gäste, Felix Naber, dass Fehler direkt bestraft werden. „Der SVS war nicht unbedingt die viel bessere Mannschaft. Wir haben auch Nadelstiche gesetzt, doch unsere Chancen leider nicht genutzt. Kurz vor Schluss hätte es nochmal spannend werden können. Insgesamt war der Gastgeber aber etwas weiter als wir“.