Das Drama im IGETEC-Sportpark Tragisches Ende für SGE Bedburg-Hau

Bedburg-Hau · Der Abstieg in die Fußball-Bezirksliga ist amtlich. Der Gastgeber holt im Relegations-Rückspiel gegen Fortuna Dilkrath zunächst einen Zwei-Tore-Rückstand auf. Doch in der 88. Minute fällt der bittere Gegentreffer – das 2:1 bedeutet das Aus.

 Die SGE Bedburg-Hau – hier Kapitän Robin Deckers (schwarzes Trikot) im Angriff – wehrte sich vergeblich gegen den Abstieg.

Die SGE Bedburg-Hau – hier Kapitän Robin Deckers (schwarzes Trikot) im Angriff – wehrte sich vergeblich gegen den Abstieg.

Foto: Nicholas Pawelke

Der Fußball-Marathon ist vorbei. Inklusive der beiden Extraschichten hat die SGE Bedburg-Hau 42 Meisterschaftsspiele in der Fußball-Landesliga absolviert. Jetzt ist es amtlich: Die Mannschaft hat den drohenden Abstieg nicht verhindern können. Vor rund 400 Zuschauern im IGETEC-Sportpark reichte es am Sonntag trotz bester Torchancen nur zu einem 2:1 (1:0)-Sieg im Relegations-Rückspiel gegen die DJK Fortuna Dilkrath. Der Gegner hatte im Hinspiel am Mittwochabend ein 3:1 vorgelegt und hat damit den Klassenerhalt geschafft.

Vor Spielbeginn zündeten die eingefleischten SGE-Anhänger ein kleines Feuerwerk und Pyrotechnik ab, um ihre Mannschaft in Stimmung zu bringen. Der Gastgeber musste ohne Leander Derksen und Tom Versteegen (beide Urlaub) auskommen. Und es ging gleich gut los, denn ein Gästeverteidiger fabrizierte mit einem Kopfball fast ein Eigentor, doch DJK-Torhüter Dominik Jakobs wehrte gerade noch zur Ecke ab.

Im Anschluss passierte zunächst auf beiden Seiten nicht mehr viel. Viele Fehlpässe und lange Bälle, die ihr Ziel nicht erreichten, kennzeichneten die Partie in den ersten 25 Minuten. Die SGE Bedburg-Hau war zwar überlegen, jedoch ohne die nötige Effizienz zu entfalten. Die Gäste standen ihrerseits kompakt in der Defensive und lauerten auf Kontermöglichkeiten. Die Dilk­rather kamen immer besser ins Spiel und hatten auch die erste größere Torchance, doch ein Schuss aus etwa acht Metern Entfernung ging hoch über das von Niklas Puff gehütete Tor.

In Minute 37 brandete erstmals Jubel im IGETEC-Sportpark auf, denn Oussama Toumzine gelang nach einer undurchsichtigen Szene aus dem Gewühl heraus die ersehnte SGE-Führung. Kurz vor dem Pausenpfiff des umsichtigen Schiedsrichters Tom Nesselhauf kam ein wenig Hektik auf, aber es blieb in einem überschaubaren Match beim 1:0.

„Männer – auf geht‘s“, lautete der Schlachtruf von Stadionsprecher Jochen Wilde zum zweiten Durchgang. Und Jan-Luca Geurtz hatte gleich die erste Torchance nach einer schönen Kombination über die rechte Seite, aber er traf den Ball nicht richtig. In der Folgezeit geriet die SGE etwas unter Druck, die For­tunen verteidigten gut nach vorne. In der 65. Minute hatte Levon Kürkciyan Pech mit einem Freistoß aus 16 Metern, den Dominik Jakobs großartig um den Pfosten drehte. Dieser war aber machtlos, als Marvin Kresimon (69.) einen abgewehrten Ball nach einer Ecke von Robin Deckers zum umjubelten 2:0 verwertete. Schüsse von Deckers und Geurtz, eine Riesenchance von Sezai Kezer und ein erneuter Freistoß von Kürkciyan – alle fanden nicht den Weg ins DJK-Gehäuse. Das sollte sich rächen. Der erste Torschuss der Gäste, der aufs Tor kam, bedeutete in der 88. Minute den bitteren Abstieg der SGE Bedburg-Hau in die Bezirksliga. Mats Zechlin knallte das Spielgerät aus 16 Metern Distanz an die Unterkante der Latte – von dort prallte der Ball hinter die Linie. Die Hausherren hatten in der Nachspielzeit kleinere Chancen, DJK-Spieler Nando Di Buduo sah Gelb-Rot – aber es sollte nicht sein.

Die SGE hatte Kampfgeist und Herz gezeigt, nur die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. SGE-Coach Jo Voß war niedergeschlagen: „Unser Matchplan ist aufgegangen. Chancen waren da, aber es fehlten ein Tor und das nötige Glück. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“