Saisonziel Klassenerhalt SGE Bedburg-Hau steckt im Umbruch

Bedburg-Hau · Beim Landesligisten hat sich nicht nur in personeller Hinsicht einiges getan. Der neue Trainer Jo Voß will mit der Mannschaft auch in fußballerischer Hinsicht neue Wege gehen. Die Umbauarbeiten scheinen gut voranzukommen.

 Das ist die Mannschaft der SGE Bedburg-Hau für die Landesliga-Saison 2023/24.

Das ist die Mannschaft der SGE Bedburg-Hau für die Landesliga-Saison 2023/24.

Foto: SGE

Es hat sich einiges verändert bei der SGE Bedburg-Hau. Nicht nur, dass beim Landesligisten in Jo Voß ein neuer Coach an der Seitenlinie steht, weil Sebastian Kaul nach neun Jahren erfolgreicher Arbeit bei der SGE erst einmal auf unbestimmte Zeit eine Auszeit vom Fußball genommen hat. In Falko Kersten, Dominik Ljubicic (beide Ende der Laufbahn), Marvin Kresimon (Umzug nach Wolfsburg), Jason Olschewski (RSV Praest) oder Lukas Ehrhardt (Pause) sind auch Spieler nicht mehr dabei, die in den vergangenen Jahren feste Größen im Team waren. Jo Voß bringt es auf den Punkt. „Wir haben sicherlich einen mittelgroßen Umbruch gehabt“, sagt der Coach.

Die Umbauarbeiten scheinen, wenn man die positive Stimmung beim Trainer und die überwiegend ansprechenden Leistungen in den Testspielen als Maßstab nimmt, allerdings weitgehend abgeschlossen zu sein. Sie wurden sicherlich dadurch ein wenig erleichtet, dass es der SGE gelungen ist, einige Akteure zu verpflichten, die schon in höheren Klassen ihr Können unter Beweis gestellt haben. „Wir haben die Neuzugänge mittlerweile auch auf und neben dem Platz prima integriert“, sagt Jo Voß, der dem Sportlichen Leiter Dilek Özden ein Lob macht. „Er hat ganze Arbeit geleistet, weil er qualitativ richtig gute Jungs verpflichtet hat.“

Levon Kürkciyan, Jan-Luca ­Geurtz (beide Viktoria Goch), Ahma Alzedaue (SV Sonsbeck), Matthias Roser (SV Sonsbeck II), Christian Ploenes (TSV Weeze), Sezai Kezer (1. FC Kleve), Marten Albrecht (1. FC Kleve II) und Jean Armand Assi (FC Hilversum) sind die externen Neuzugänge. Kürkciyan und Geurtz haben in den Testspielen bereits das getan, was von ihnen erwartet wird. Sie haben bemerkenswerte Akzente in der Offensive gesetzt. Doch weitaus mehr hat sich eine andere Verstärkung in den Vordergrund gespielt. „Matthias Roser hat eine überragende Vorbereitung hingelegt“, lobt Voß den 21-jährigen Neuzugang, der für den SV Sonsbeck II in der vergangenen Saison in der Kreisliga A aufgelaufen ist.

Einen Umbruch gibt es bei der SGE Bedburg-Hau nicht nur in personeller Hinsicht. Auch fußballerisch will der Landesligist neue Wege gehen. Sein Spiel war zuletzt zu leicht auszurechnen, weil er zu oft nur mit langen Bällen operierte. Auch diese Umbauarbeiten gehen gut voran. „Wir sind der Art und Weise, wie ich Fußball spielen möchte, in den Testpartien einige Male schon sehr nahegekommen. Wir wollen mehr Ballbesitz haben und mehr kombinieren. Und wir haben jetzt die Spieler, mit denen wir das umsetzen können“, sagt Voß.

Aber allein mit fußballerischen Mitteln wird das Team die große Herausforderung, vor der die Landesligisten in der in wenigen Tagen beginnenden Saison stehen, nicht meistern können. Es wartet ein Mammutprogramm mit 38 Partien und möglicher Verlängerung der Saison, weil der direkte Vergleich bei Punktgleichheit nicht mehr zählt, sondern dann Entscheidungsspiele angesetzt werden. Zudem kann es sein, dass sich noch eine Relegation an die normale Runde anschließt, weil insgesamt wenigstens neun und im schlechtesten Fall sogar zwölf Teams aus dem beiden Landesliga-Gruppen absteigen müssen. „Wir werden einen langen Atem haben müssen. Das wird eine anstrengende Saison“, sagt der SGE-Coach. Die Tatsache wurde bei der personellen Planung berücksichtigt, weil der Kader mit drei Torhütern und 21 Feldspielern etwas breiter aufgestellt wurde.

Das Ziel der SGE Bedburg-Hau lautet wie in den vergangenen Jahren Klassenerhalt. Voß ist guter Dinge, dass es erreicht werden kann. „Wir haben auf jeden Fall die Qualität, in der Landesliga zu bestehen. Und wir wollen den Klassenerhalt so früh wie möglich perfekt machen“, sagt der neue Coach, der sich mit seinem Vorgänger Sebastian Kaul schon in den vergangenen Wochen einige Male ausgetauscht hat. Und das wird weiter der Fall sein.

„Denn Sebastian Kaul kennt die Klasse und die meisten Gegner viel besser als ich. Er wird mir sicherlich den einen oder anderen Tipp geben können“, sagt Voß. Unbeschriebene Blätter sind für ihn und auch seinen Vorgänger aber die Teams aus Essen, die jetzt zu den Kontrahenten zählen. Zum Auftakt ist am Sonntag, 6. August, 15 Uhr, die SpVgg Steele zu Gast. Dann wird sich zeigen, wie weit die Umbauarbeiten bei der SGE Bedburg-Hau wirklich schon fortgeschritten sind.

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