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Fußball: Schwarz-Gelbe wollen „gehörigen Sprung“ machen

Fußball : Schwarz-Gelbe wollen „gehörigen Sprung“ machen

Fußball-Landesliga: TSV Meerbusch II – SV Hö.-Nie. (Sonntag, 15 Uhr). „Kucze“ kann auf Can Yilmaz und Erdem Erzi setzen.

Am Wochenende könnte es für den SV Hönnepel-Niedermörmter endlich soweit sein: Mit einem Sieg bei der Zweitvertretung des Oberliga-Klubs TSV Meerbusch dürfte die Mannschaft von Trainer Thomas von Kuczkowski die Abstiegsplätze erstmals in dieser Spielzeit verlassen. „Ich bin optimistisch, dass wir in Meerbusch erneut punkten. Die Qualität dazu haben wir, einen weiteren Dreier einzufahren und damit einen gehörigen Sprung zu machen“, sagt „Kucze“. Zuletzt hatten seine Kicker einen 2:1-Erfolg gegen den VfL Rhede eingefahren. Die Bilanz der vergangenen Wochen lässt sich ohnehin sehen: Aus den letzten vier Begegnungen holte die Kucze-Elf neun Punkte, nach den Turbulenzen um den Rücktritt von Sportchef Georg Kreß scheint nun Ruhe beim Landesligisten eingekehrt. Der Erfolg in Rhede hat zudem bewiesen: Der SV Hö.-Nie. hat an Stabilität gewonnen. Brach man zu Beginn der Saison nach eigener Führung immer wieder ein, genügte nun ein früher Doppelpack von Anführer David Gehle zum dreifachen Punkterfolg.

„Wir sind auf dem aufsteigenden Ast. Ich spüre, dass die Jungs Bock haben, endlich da unten herauszukommen und positive Schlagzeilen zu schreiben“, sagt der Cheftrainer, der auf solidere Tabellenregionen schielt. Ohnehin ist offenkundig: Die Gruppe zwei der Landesliga ist sehr ausgeglichen, zwischen dem Tabellen-Fünfzehnten (SV Hö.-Nie.) und dem Liga-Sechsten (SV Scherpenberg) liegen bloß sieben Zähler. Positive Schlagzeilen produzierte die zweite Mannschaft des TSV Meerbusch zuletzt ebenfalls nicht. In der vergangenen Woche ging der Tabellenachte überraschend mit 0:6 beim VSF Amern unter, zuvor hatte es bloß ein 1:1-Remis gegen den PSV Wesel gegeben. „Das Spiel gegen Meerbusch wird sicher kein Selbstläufer. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Entweder wir treffen auf eine verunsicherte Mannschaft oder auf eine Mannschaft, die die deutliche Niederlage mit aller Macht vergessen machen will. Es ist schwierig, zu sagen, was da genau auf uns zukommen wird“, sagt von Kuczkowski. Zudem verweist der Übungsleiter darauf, dass die Abwehr des TSV II vor der Begegnung mit Amern die beste der Liga war. „Man darf den Gegner nicht unterschätzen“, erklärt Thomas von Kuczkowski im Gespräch mit unserer Redaktion. Und dennoch: Die TSV-Kicker befinden sich bloß noch im Tabellenmittelfeld, da sie vom guten Saisonstart zehren. Zuletzt gelang dem Aufgebot von Trainer Jan-Niklas Bonnekessel nur wenig. Personell ist der Status-Quo für den SV Hö.-Nie. ebenfalls mutmachend: So kehren die zuletzt wochenlang rotgesperrten Angreifer Can Yilmaz und Erdem Erzi in den Spieltagskader zurück. Mittelfeldmotor Simon Roemgens findet immer mehr zu seinem Rhythmus. „Er wird bald wieder Ansprüche stellen. Ich halte nicht starr an der Formel ´Never change a winning team´ fest, vielmehr schaue ich, wer sich im Training anbietet und stelle demnach auf“, sagt von Kuczkowski. Luca Thuyl aber wird vorerst nicht zur Verfügung stehen. Der 22-Jährige, erst im Sommer als Hoffnungsträger aus den Vereinigten Staaten an die Kalkarer Düffelsmühle gewechselt, zog sich im Training eine Bänderdehnung zu. Wie lange Thuyl ausfällt, scheint allerdings noch offen.