Fußball : Schwarz-Gelbe unter Druck

Landesligist SV Hönnepel-Niedermörmter gastiert am Sonntag, 15.30 Uhr, beim VfR Krefeld-Fischeln. Die Saisonbilanz der „Kucze“-Elf ist desolat. Der Oberliga-Meister von 2014 steht sogar noch schlechter als im vergangenen Jahr da.

Einen Monat liegt der letzte Ligasieg der Spielvereinigung Hönnepel-Niedermörmter mittlerweile zurück. 2:1 gewannen die Schwarz-Gelben vor heimischem Publikum gegen den VfL Rhede. Seitdem sieht die Punkteausbeute bei Hö.-Nie. eher mau aus: Einen Punkt holten sie gegen Kapellen-Erft (4:4), Niederlagen gab’s gegen St. Tönis (0:1), Fichte Lintfort (1:2) und den TSV Meerbusch 2 (0:4). Mit zwölf Punkten aus fünfzehn Begegnungen rutschte Hö.-Nie. am vergangenen Sonntag auf den drittletzten Platz. Die Nichtabstiegsränge jedoch sind nach wie vor in greifbarer Nähe: Blau-Weiß Dingden belegt aktuell mit zwei Punkten Vorsprung auf die Schwarz-Gelben Rang vierzehn. Zwischen Dingden und Hö.-Nie. steht aber auch noch der Tabellenfünfzehnte: Traditionsklub VfR Krefeld-Fischeln, der jahrelang auch in der Oberliga kickte. Und genau der erwartet die Kalkarer am Sonntag in seinem Willi-Schlösser-Sportpark. Um 15.30 Uhr soll die Begegnung der abstiegsbedrohten Tabellennachbarn angepfiffen werden. Die Fischelner gehen mit Rückenwind in die Partie, schlugen sie doch am vergangenen Sonntag die VSF Amern (4:2) und zogen damit in der Tabelle an Hö.-Nie. vorbei. Hö.-Nie. unterlag nämlich zuhause mit 0:1 gegen Teutonia St. Tönis. Ein „Bonusspiel“ gegen den Tabellenzweiten, wie SV-Übungsleiter Thomas von Kuczkowski vor dem Heimspiel gesagt hatte. Ein Bonusspiel, in dem die Schwarz-Gelben nicht chancenlos waren, am Ende jedoch leer ausgingen.

Das bevorstehende Auswärtsspiel in Krefeld sieht Thomas von Kuczkowski keineswegs als Bonusspiel – im Gegenteil: „Gegen St. Tönis war es unser Ziel, dem Gegner alles abzuverlangen, und das ist uns gelungen. Aber gegen Krefeld-Fischeln sind wir am Sonntag in der Pflicht, drei Punkte zu holen“, erklärt der Trainer im Gespräch mit unserer Redaktion. Denn dass man nun gegen zwei Topmannschaften infolge mitgehalten habe, sei zwar erfreulich – letzten Endes jedoch nicht ausreichend, sofern man nicht punkte. Und Punktgewinne ständen den Schwarz-Gelben bei aller Konkurrenzfähigkeit gut zu Gesichte: Nur noch zwei Spiele sind’s bis zum Ende der Hinrunde. Selbst in der vergangenen Saison – als der Klassenerhalt erst am letzten Spieltag geschafft wurde – hatte Hö.-Nie. zu diesem Zeitpunkt fünf Punkte mehr auf dem Konto. Das Saisonziel eines frühzeitigen Klassenerhaltes scheint gefährdet. Ohnehin ist der bisherige Saisonverlauf für die Kalkarer miserabel. Ein Rückblick: In den ersten sechs Partien gelang der „Kucze“-Elf kein dreifacher Punkterfolg, weshalb Sportchef Georg Kreß sich um eine Nachfolge des Übungsleiters bemühte. Der Vorstand aber erteilte Kreß eine Absage, weshalb dieser das Handtuch warf. In der Folge schienen die Schwarz-Gelben im Aufwärtstrend und holten aus fünf Spielen drei Siege. In der Folge aber senkte sich die Formkurve Hö.-Nies rasant ab, beinahe im Wochenrhythmus setzt es nun neue Nackenschläge für die Landesliga-Kicker.

Einiges hängt also am Sonntagsduell im Fischelner Willi-Schlösser-Sportpark – für Hö.-Nie. wie für die Hausherren um Trainer Karl-Heinz Himmelmann. Der Sieger jedenfalls hat gute Aussichten, in die Nichtabstiegszone zu klettern. Denn der Tabellenvierzehnte Blau-Weiß Dingden hat am Sonntag mit dem Tabellendritten SC Kapellen-Erft ein ordentliches Brett vor der Brust.