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Scherekegeln: Bundesligist SK Kleve nach Doppelspieltag auf Kurs

Bundesliga Scherekegeln : Viel Zuversicht im Haus Ida

Den Bundesliga-Sportkeglerinnen der SK Kleve gelingt ein perfekter Doppelspieltag. Gegen Wieseck und Remscheid setzen sich die Aufsteigerinnen durch. Nun läuft alles auf die Abstiegsrunde hinaus. Wir erklären den Modus dahinter.

Das Abenteuer Bundesliga ist für die Klever Scherekeglerinnen nicht nur ein aufregendes, sondern auch ein kräftezehrendes. Schließlich sind Doppelspieltage in der höchsten deutschen Spielklasse keine Seltenheit. Ein solcher stand für die SK Kleve am vergangenen Wochenende auf dem Programm: Am Samstag trafen Silke Thissen und Kolleginnen auf Samo Remscheid, am Sonntag auf den KC Wieseck. „Nach einem solchen Wochenende ist man platt. Da sind die Beine und Arme sehr schwer“, sagt Thissen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Bundesliga-Klub.

Wie verlief die Begegnung mit Samo Remscheid? Aus Klever Sicht ausgeprochen erfolgreich. Im ersten Block traten für die Gastgeber Birgit Wilkes und Sandra van Bebber an. Ihnen gelangen 785 und 821 Holz, dem standen allerdings bestechende Resultate der Remscheider Frauen gegenüber. Sie warfen 811 und 872 Zähler. Mit einem deutlichen Rückstand zogen Nancy Neuhaus und Petra Fritz in den zweiten Block. Neuhaus gelangen 783:831 Holz, Fritz 797:734 Zähler. So blieb es bei einem deutlichen Rückstand. Im dritten Block aber setzte Kleve zu einer bemerkenswerten Aufholjagd an: Stephanie Schlebusch warf 797 Holz, ihre Kontrahentin 758. Noch größer aber der Vorsprung von Silke Thissen. Sie behielt mit 857:801 Punkten die Oberhand. So holten die Kleverinnen zwei Zähler für den Gesamtsieg, Remscheid sicherte sich einen Bonuspunkt in der Einzelwertung.

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War die Partie gegen KC 87 Wieseck ähnlich erfolgreich? Ja. Erneut behielt Kleve mit 2:1 die Oberhand. Nun legten die Gastgeberinnen im Haus Ida allerdings gleich gut los: Alina Nolte warf bei ihrem Debüt auf heimischer Bahn 758 Holz, ihre Kontrahentin 780. Sandra van Bebber war es, die einen Vorsprung im ersten Block herausspielte. Der Vergleich mit ihrer Gegnerin aus Hessen: 812:753 Holz. Im zweiten Block traten für die Aufsteigerinnen Birgit Wilkes und Petra Fritz an. Wilkes warf 764 zu 753 Holz, Fritz 775 zu 844. So wurde es schlussendlich nochmal spannend: Stephanie Schlebusch aber gewann mit 784 Punkten, Silke Thissen klar mit 830 zu 792 Holz.

Wo steht der SK Kleve nun in der Tabelle? Nach wie vor auf dem vorletzten Tabellenplatz – allerdings in Schlagdistanz zur Konkurrenz aus Wuppertal und Wieseck (siehe Infokasten). Viktoria Herne ist abgeschlagen Tabellenschlusslicht. Immer deutlicher kristallisiert sich heraus, wer im Anschluss an die Ligaspieltage in der Meisterschafts- und der Abstiegsrunde mitspielt.

Wie sieht das Programm der Kleverinnen aus? Nun warten, allerdings erst im neuen Jahr, noch zwei Begegnungen auf die Frauen vom Haus Ida. Es geht noch gegen die Konkurrenz der Kegelsportfreunde Wuppertal und die Kegelfreunde Oberthal aus dem Saarland.

Wie verläuft die Abstiegsrunde? Die letzten vier Teams ziehen in die Abstiegsrunde. Voraussichtlich wird der SK Kleve mit von der Partie sein. Dann treffen alle Mannschaften der unteren Tabellenhälfte aufeinander. Der bis dato Tabellenletzte zieht mit nur einem, der Viertletzte mit vier Punkten ins Rennen. Kleve also würde, bliebe es bei der aktuellen Tabelle, nur zwei Punkte auf dem Konto haben. Eine spannende Randnotiz: Zwar zeigte sich Viktoria Herne bisher nicht konkurrenzfähig. Das war aber in den vergangenen Jahren auch schon so. Da der Ruhrgebiets-Verein erst in der Abstiegsrunde vollzählig antrat, retteten sie sich immer wieder.

Wie schätzt Silke Thissen den sportlichen Status Quo ein? Die Spielerin sagt: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Es wird uns wohl nicht mehr gelingen, in die Aufstiegsrunde zu kommen. Damit hat aber auch niemand gerechnet. Gegen Wuppertal müssen wir am 18. Januar gewinnen. Dann ist alles drin. Das Abenteuer Bundesliga macht bis dato richtig Spaß, kostet aber auch viel Zeit und Kraft. Für uns ist klar, dass wir im nächsten Jahr wieder in dieser Liga antreten wollen.“