Schacht: "Hellwach sein"

Siegfried Materborn tritt beim SV Krechting an. BV DJK Kellen gastiert beim PSV Wesel-Lackhausen II. Heimrecht genießt die Hö./Nie.-Reserve gegen den SV Bislich.

Krechting - Siegfried Materborn (Sonntag, 14.30 Uhr). Siegfried-Coach Marco Schacht rechnet mit einer schweren Aufgabe für seine Mannschaft: "Krechting ist die heimstärkste Mannschaft der Liga, die haben alle fünf Auswärtsspiele gewonnen. Das ist eine hohe Hürde für uns."

Die Stärken des Gegners sieht Schacht vor allem in der Offensivabteilung, in der Krechtings Kapitän Benedikt Hoves, aber auch Spieler wie Muhsin Kurum und Marco Moscheik für Torgefahr sorgen. "Wir müssen hellwach sein und dürfen uns nicht wie in Bocholt von den äußeren Umständen beeinflussen lassen", sagt Schacht.

Mögliche Schwachstellen des Gegners sieht er in der Defensive, so ist die 4er-Abwehrkette der Krechtinger neu formiert und mit jungen Spielern bestückt. Personell stehen derzeit noch hinter zwei Siegfried-Spielern Fragezeichen: Sascha Kromwyk laboriert weiterhin an einer Fußverletzung, auch der Einsatz von Manuel Naß ist noch fraglich.

Definitiv ausfallen werden Kevin Schiller - weiterhin verletzt - und Adrian Jansen, der studienbedingt passen muss. Im Vergleich zur letzten Woche kehrt jedoch Sahin Dogan in die Mannschaft zurück. Als gute Alternativen für die verletzten Stammkräfte hatten sich in der letzten Woche unter anderem Kristoffer Kalscheur und Beslan Akaew mit starken Leistungen gegen den PSV Wesel-Lackhausen empfohlen.

PSV Wesel-Lackhausen II - BV DJK Kellen (Sonntag, 14.30 Uhr). Für BV DJK Kellen steht am Sonntag das erste von insgesamt drei Auswärtsspielen in Folge an. Spielertrainer Peter Franke erwartet nach der 0:1-Heimniederlage gegen den Hamminkelner SV eine erneute Trotzreaktion von seiner Mannschaft.

"Die Mannschaft ist momentan sehr launisch, manche Spieler sind in ihrer Form nicht konstant. Wir sind aber eine Mannschaft, die nur konkurrenzfähig ist, wenn alle Spieler auf 100 Prozent sind", sagt Franke. Hinzu kommen die Verletzungen von Basti Röös und Ezra Böhm, die den Kader der Kellener schwächen.

Röös ist am Knie verletzt, Ezra Böhm hat sich im Pokalspiel gegen den SV Rindern einen erneuten Mittelfußbruch zugezogen. "Ezra wird noch zwei Monate ausfallen, er fehlt uns natürlich mit seiner Kampfkraft und seiner Kopfballstärke", sagt Franke. "Unser Ziel ist es jetzt einfach, uns mit möglichst vielen Punkten in die Winterpause zu retten."

Die Marschroute für das Spiel in Wesel steht indes fest: "Wir spielen gegen eine Reserve, da ist die Stärke des Gegners natürlich auch davon abhängig, was aus der ersten Mannschaft runterkommt. Wir wollen aber nicht nur auf den Gegner schauen, sondern unser Spiel machen. Wir spielen auf Sieg und werden uns nicht hinten reinstellen, sondern den Kampf wieder annehmen", so Franke.

SV Hönnepel/Niedermörmter II - SV Bislich (Sonntag, 14.30 Uhr). Die Reserve des SV Hönnepel hat sich in der Tabelle mit zwei Siegen in Serie wieder auf den fünften Tabellenrang vorgearbeitet. Zuletzt gewannen die Gelb-Schwarzen mit 2:0 bei den BW Weseler Zebras und konnten somit den Abstand zum Spitzenreiter bis auf zwei Zähler minimieren. Die Ausgangslage vor den restlichen Partien, bevor es in die verdiente Winterpause geht, hat sich jetzt deutlich verbessert für die Elf von Trainer Markus Nickel.

Der Abstand nach unten ist relativ groß geworden, was man ja als Aufsteiger nicht wirklich erwarten konnte. Jetzt kann Hönnepel in den kommenden Spielen befreit aufspielen und schauen, wo die Reise noch hingehen kann. Am Sonntag (14.30 Uhr) hat die Zweivertretung von der Rheinstraße sogar die große Möglichkeit, mit einem dreifachen Punktgewinn weiter etwas für ihre Habenseite auf dem Punktekonto zu tun.

Denn mit dem Vorletzten SV Bislich stellt sich eine Mannschaft in Hönnepel vor, die momentan alles andere als mit Selbstvertrauen gesegnet ist. Mit nur sieben Zählern aus bisher 11 Partien wird es für den SVB in dieser Saison verdammt schwer, die Klasse halten zu können.

Bislich ist an der Rheinstraße fast schon in der Pflicht, das Feld nicht als Verlierer zu verlassen, um den Abstand zum rettenden Ufer nicht noch größer werden zu lassen. Hönnepel wird also auf ein Team treffen, das erst einmal auf Defensive bedacht sein wird. Sollten die Platzherren frühzeitig in Führung gehen, könnte das die Sache angenehmer gestalten.

(RP)
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