"RWO das Leben schwer machen"

Landesligist 1. FC Kleve empfängt am Samstag um 16 Uhr den Drittligisten Rot-Weiß Oberhausen in der Volksbank-Arena. Die Rot-Blauen hoffen auf eine große Kulisse.

Als der 1. FC Kleve vor gar nicht allzu langer Zeit noch in höheren Fußball-Gefilden kickte, waren interessante Pokalspiele an der Tagesordnung. Meistens kämpften sich die Rot-Blauen bis ins Halbfinale des Niederrheinpokals vor, ehe sie mehrfach unglücklich das Finale und damit die Chance auf die erste Hauptrunde des DFB-Pokals verpassten. In der siebthöchsten Spielklasse namens Landesliga sind die Balltreter vom Bresserberg von solchen Ambitionen so weit entfernt wie die Erde vom Mond. Daher war die Freude bei den FC-Verantwortlichen natürlich groß, dass Glücksgöttin Fortuna den Klevern für die zweite Runde ein Heimspiel gegen den Drittligisten Rot-Weiß Oberhausen in der Volksbank-Arena bescherte.

"Über die Favoritenrolle müssen wir nicht diskutieren", stellt FC-Trainer Sebastian Kaul vor dem Pokalmatch am Samstag um 16 Uhr am Bresserberg fest. "Für die Jungs ist es schön, mal wieder vor größerer Kulisse zu spielen." Gegenüber dem 3:0-Heimsieg über SV Neukirchen wird sich an der Zusammensetzung des kleinen FC-Kaders nicht viel ändern. Simon Olfen, Timo Stock und Bernard Alijai fallen weiterhin aus. "Wir wollen möglichst lange die Null halten und mit Standards für Gefahr sorgen", kündigt Kaul an und ergänzt: Wir möchten RWO das Leben ein bisschen schwer machen."

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Unruhige Tage

Unruhige Tage gab es rund ums traditionsreiche Oberhausener Niederrheinstadion. Der Aufsichtsrat sprach sich am Dienstag für die Entlassung ders glücklosen Trainers Theo Schneider aus, der als Bruns-Nachfolger mit RWO aus der 2. Bundesliga abgestiegen war und die Talfahrt in der dritten Liga fortsetzte. Während der Sportliche Leiter Frank Kontny nun fieberhaft einen neuen Trainer sucht, wird Peter Kunkel zunächst als Interimscoach fungieren. Kunkel betreut seit Saisonbeginn sehr erfolgreich die U23-Elf der Kleeblätter und ist aktuell Spitzenreiter in der Niederrheinliga. Zwei Trainingseinheiten hat er mit den Profis absolviert sowie ein Testspiel in Klosterhardt. "Kleve ist ein Begriff für alle Fußball-Anhänger", betont Kunkel, dass er die Pokal-Partie in der Oberstadt trotz des Vier-Klassen-Unterschieds nicht auf die leichte Schulter nimmt. "Das wird kein Selbstläufer. Wir wollen den Hebel zum Positiven umlegen und natürlich eine Runde weiterkommen", unterstreicht Kunkel.

(RP)