Fußball : Emotionale Momente mit Rudi Assauer

Im Klever Tichelpark-Kino läuft am Sonntag um 12 Uhr der Dokumentarfilm „Rudi Assauer – Macher. Mensch. Legende“.

Nicht nur eingefleischte Schalke-Fans sollten sich diesen Termin merken: Am kommenden Sonntag, 22. Juli, wird um 12 Uhr im Tichelpark Kino der vielbeachtete Dokumentarfilm „Rudi Assauer – Macher. Mensch. Legende“ aufgeführt. „Wir sind vom Fan-Club ‚Zum blau-weißen Rüssel Kleve’ angesprochen worden“, sagt Reinhold Berens von den Tichelpark Cinemas. „Da es ja allein in Kleve gleich vier Schalke-Fanclubs gibt und Assauer viel bewegt hat, freuen wir uns auf die Matinee“, erläutert Berens. „Wir sind ja nur ein kleiner Fanclub, aber umtriebig“, stellt Wolfgang Hermsen fest, der Geschäftsführer des blau-weißen Vereins ist.

Als der Film seine Premiere hatte, kamen 22.000 Menschen in die Gelsenkirchener Arena, um sich den Streifen rund um den Schalke-Malocher anzusehen. Nun gibt es dank Rüssel und Tichelpark Kino am Sonntag die Möglichkeit, auch in Kleve in den Genuss zu kommen.

Von links: Fan-Club Vorsitzender Marcel Rocker, Reinhard Berens und Geschäftsführer Wolfgang Hermsen. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Die Organisatoren haben für die Besucher – 400 Kinogänger passen in Saal 1 rein – noch ein besonderes Schmankerl in petto. Nach dem Film gibt es eine Talkshow mit einem bemerkenswerten Trio, das ganz eng an der Seite von Rudi Assauer ist, der seit Jahren an Alzheimer erkrankt ist. In die Schwanenstadt kommt Regisseur Don Schubert, der über vier Jahre die wichtigsten Stationen mit allen Rückschlägen und Erfolgen des 74-Jährigen in einem beeindruckenden Dokumentarfilm erzählt. Bettina Michel, älteste Tochter des einstigen Machers in der Arena, betreut ihren Vater seit Jahren. Und Sabine Söldner war Assauers langjährige Sekretärin und kann sicher einiges aus dem Nähkästchen erzählen. Der Eintritt kostet acht Euro.

Die Premiere im Mai in der Arena auf Schalke war für die Königsblauen eine emotionale Achterbahnfahrt, gab es doch die Bilder vom UEFA-Cup-Triumph 1997, aber auch die beinahe Meisterschaft, die 2001 nach 4:38 Minuten mit der „Meisterschaft der Herzen“ jäh zu Ende war. Zur Wort kommen während des Streifens auch alte Weggefährten wie Huub Stevens, Olaf Thon, Mike Büskens oder Marcelo Bordon sowie Interviews mit Assauers Familie. Rudi Assauer selbst erlebte die Premiere übrigens in seinem „Wohnzimmer“, der Veltins-Arena, im Rollstuhl in einer Loge. Tochter Bettina Michel berichete anschließend: „Er hat zwischendurch immer wieder reagiert, auch mal den Kopf geschüttelt oder gelacht.“

Der Fan-Club „Zum blau-weißen Rüssel“ hat sich 2006 gegründet und ist seitdem im „Elefantenstübchen“ an der Klever Oberstadt Hoffmannallee/Ecke Brahmsstraße zu finden. „Der Name ist eine Reminiszenz an das Vereinslokal. Wir treffen uns dort regelmäßig jeden zweiten Montag im Monat zu einem lockeren Stammtisch“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Hermsen vom blau-weißen Rüssel.

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