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Radsport: RRG Kleverland in Europa unterwegs

Radsport : RRG Kleverland in Europa unterwegs

Robin Schumann von der Radrenngemeinschaft (RRG) Kleverland nahm an der Weltmeisterschaft in Slowenien teil. Auch andere Fahrer der RRG waren auf internationaler Ebene aktiv. Sie beteiligten sich an Rennen in den Alpen und Ardennen.

Sie zählte ohne Zweifel zum Saisonhöhepunkt des Bedburg-Hauer Radrennfahrers Robin Schumann: die Teilnahme an der Straßen-Weltmeisterschaft der Masters in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana.

Wie viele andere WM-Teilnehmer nutzte Schumann, der für die Radrenngemeinschaft (RRG) Kleverland startet, das Weltpokalrennen im Tiroler St. Johann zur Vorbereitung auf die WM. Bei kühlem und nassem Wetter setzte sich dort 25 Kilometer vor dem Ziel der Deutsche Ulli Rottler ab und verteidigte seinen Vorsprung bis ins Ziel. In der 16-köpfigen Verfolgergruppe befand sich auch Schumann, der mehrfach versuchte auszureißen. Doch die Gruppe blieb bis zum Zielspurt nach 76 Kilometern zusammen. Der Fahrer aus dem Klever Land belegte schließlich im Gesamtklassement den neunten Platz.

Ein weiteres Vorbereitungsrennen, ein Bergrennen über zwölf Kilometer, führte hinauf zur Griesner Alm. An der letzten 15-prozentigen Steigung fuhren drei Bergspezialisten davon. Unter ihnen der deutsche Vizebergmeister Grübel, der das Rennen vor dem Tschechen Burgr gewann. Dahinter kämpften der Deutsche Meister Gerd Hack, Robin Schumann und der Österreicher Hinterholzer in dieser Reihenfolge um die nächsten Plätze.

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Bei diesem spektakulären Rennen reihte sich auch Birte Schumann in der Frauenklasse mit ein. Die beiden führenden Rennfahrerinnen blieben unter der bisherigen Streckenrekordzeit. Von daher konnte sich der Rückstand von Birte Schumann auf die Spitze relativieren, so dass ihr sechster Platz um so höher einzuschätzen ist.

Nach diesen Rennen ging es zur Weltmeisterschaft nach Slowenien, die mit dem Einzelzeitfahren startete, für das sich Robin Schumann als einziger Deutscher in seiner Altersklasse qualifiziert hatte. Auf der 19 Kilometer langen Strecke büßte Schumann rund 30 bis 40 Sekunden auf seine Konkurrenten ein. Lag er an der Wende noch auf Platz 17, rutschte er auf Rang 19 zurück. Von daher zeigte er sich gegenüber dem Vorjahr enttäuscht.

Beim abschließenden Straßenrennen waren mit dem späteren Weltmeister Ulli Rottler, dem Deutschen Meister Gerd Hack, Josef Foschum und Robin Schumann gleich vier deutsche Fahrer am Start. Das Rennen ging über knapp 100 Kilometer und damit über die doppelte Distanz der in Deutschland üblichen Strecken. Bis zum letzten Berg behauptete sich Schumann in der 20 Fahrer starken Spitzengruppe, er musste wie mehrere andere Fahrer auch an den giftigen Steigungspassagen jedoch abreißen lassen. Auf der serpentinenreichen Abfahrt kamen bis auf Hack und Schumann sowie dem Weißrussen Baklanau die anderen Fahrer wieder an die Spitzengruppe heran. Im weiteren Verlauf schlossen noch einige Fahrer zu den Deutschen auf. Den Sprint dieser Gruppe um Platz 18 gewann der Franzose Yves vor Hack und Schumann. Mit den Plätzen 19 und 20 bei der WM kann Schumann allerdings auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken.

Während Schumann in Slowenien unterwegs war, fuhren mehrere Fahrer der RRG Kleverland nach Belgien, um in den Ardennen an der Velomediane teilzunehmen, einem Rennen für Jedermann über eine Distanz von 170 Kilometern und mit 3300 Höhenmetern. Bei nasskaltem Wetter fuhren alle ein gutes Rennen und erreichten das Ziel in einer für die Altersklassen unterschiedlichen Goldzeit, die beim nächsten Start zu einem Platz im ersten Startblock berechtigt.

Der Schnellste war in einer Zeit unter sechs Stunden der künftige Kleverländer Andreas Schwalger. Danach erreichte Andreas Hendricks trotz Sturz und Schulterverletzung in etwas mehr als sechs Stunden das Ziel. Als nächster kam Klaus Reintjes ins Ziel. Yvonne Bintig verdiente sich eine besondere Erwähnung. Denn nach dem Rennen rund ums Tönnissen Center fuhr sie ihr überhaupt erst zweites Rennen gleich über diese lange Distanz und belegte in ihrer Altersklasse den 13. Rang. Verständlich, dass sich Bintig über ihr Abschneiden äußerst zufrieden zeigte.

(RP)