Fußball: Rot-Blaue enttäuschen in Wesel

Fußball : Rot-Blaue enttäuschen in Wesel

Freundschaftsspiel: PSV Wesel – 1. FC Kleve 4:2 (2:0). In der Abwehr der Bresserberg-Elf herrschte oftmals Unordnung. Nur FC-Stürmer Levon Kürkciyan gelang Ergebniskosmetik mit einem sehenswerten Doppelpack kurz vor Schluss.

Die Oberliga-Mannschaft des 1. FC Kleve erhält erstmals in der diesjährigen Sommervorbereitung einen empfindlichen Dämpfer. Mit 2:4 nämlich verlor das Bresserberg-Aufgebot beim Landesligisten PSV Wesel. „Das war eine verdiente Niederlage, die uns ärgert. Das Ergebnis interessiert uns nur am Rande. Was wichtig ist: Nun konnten wir nochmals wichtige Erkenntnisse sammeln und sehen, wo unsere Schwächen liegen. An diesen müssen wir nun arbeiten“, sagt Kleves Co-Trainer Lars van Rens. Dabei waren die Rot-Blauen beim Postsport- und Spielverein eigentlich gut gestartet. Der FC hatte anfangs das Kommando übernommen, die Stürmer Ali Hassan Hammoud und Andre Trienenjost hätten beide früh schon für die Klever Führung sorgen können.

Doch es kam anders: Nach 24 Minuten stürmten die Gastgeber auf FC-Schlussmann Ahmet Taner zu, der einen Weseler Angreifer im vollen Lauf erwischte. Der Unparteiische zeigte auf den Punkt, Wesels Johannes Bruns verwandelte.

Nur wenige Zeigerumdrehungen später klingelte es erneut im Gehäuse der Rot-Blauen. Ein weiteres Mal herrschte unübersichtliches Treiben in der Klever Hintermannschaft, als Johannes Bruns per Flanke zentral bedient wurde. Er schloss direkt per Seitfallzieher ins lange Eck Ahmet Taners zum 2:0 ab. „So ein schönes Tor macht er nur einmal im Jahr, das war richtig stark. Doch diese Szene müssen wir auch einfach besser verteidigen“, sagt van Rens. Schon wenige Minuten nach der Halbzeitpause waren die Schwanenstädter jedoch erneut geschlagen.

Die Kommunikation zwischen Torwart Taner und seiner Hintermannschaft missglückte, Eray Tuncel nutzte die Gelegenheit, schnappte sich den Ball und spitzelte diesen an Taner vorbei ins Tor. 52 Minuten waren da gespielt. Kurz darauf setzte Linus Dersch zum zwischenzeitlichen 0:4 gar noch einen drauf. „Dann bist du an einem Punkt, an dem du auch in einem Testspiel ergebnistechnisch nicht hinmöchtest“, sagt van Rens. Dabei habe er das Offensivspiel seiner Elf als gar nicht so schwach observiert, stattdessen sei die Defensive an diesem Abend wacklig aufgetreten. Nach einer Stunde wechselte van Rens, in Vertretung von Cheftrainer Umut Akpinar, Innenverteidiger Sebastian van Brakel für Leslie Rume ein, Levon Kürkciyan kam für Andre Trienenjost und Luca Plum für Ali Hassan Hammoud.

Einzig der Armenier Kürkciyan wusste wenige Minuten vor Schluss noch für Ergebniskosmetik zu sorgen. Er schloss nach zwei blitzschnellen Kombinationen (82./88.) eiskalt ab und stellte so auf den 2:4-Endstand. „Wir haben noch einiges zu tun bis zum Saisonstart im Pokal gegen TuB Bocholt. Es war sicher gut, das nun nochmals so deutlich aufgezeigt zu bekommen“, erklärt van Rens. Nun erwartet die Rot-Blauen eine einwöchige Testspielpause. Erst in der kommenden Woche geht es wieder vor heimischem Publikum gegen den Landesligisten BW Dingden (Mittwoch, 19.30 Uhr).

1. FC Kleve: Taner – Hermsen (72. Scheffler), Dragovic, Rume (60. van Brakel), Schneider – Forster, Haal, Klein-Wiele, Hühner – Trienenjost (60. Kürkciyan), Hammoud (60. Plum).

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