Fußball : Rörthmans vor Rückkehr

Gegen Rhede wurde zum wiederholten Male ein Befreiungsschlag verpasst. Die Gocher Viktoria steht beim SC Kapellen-Erft unter Zugzwang und kann vermutlich wieder auf Abwehrstütze Frank Rörthmans zählen.

Einige Minuten nach Spielschluss sinnierten Trainer Thomas von Kuczkowski und "Co" Andreas Bergmann am letzten Sonntag noch mit den Führungsspielern Hajo Peters und Tim Janz auf dem Spielfeld über die Ursachen des 0:1 gegen den VfL Rhede - eine schmerzhafte Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten, die zunächst verdaut werden wollte. "Der Worte sind nun genug gewechselt. Es müssen Taten folgen", richtet von Kuczkowski den Blick nach vorne.

Qualität ist da

Und da trifft er zunächst auf ein weiteres wichtiges Spiel gegen einen Nachbarn im Keller der Niederrheinliga beim SC Kapellen-Erft, bevor ein spielfreies Wochenende und der ambitionierte KFC Uerdingen auf die Gocher warten. "Vor diesem Hintergrund müssen wir am Sonntag drei Punkte holen, um nicht nach ganz unten zu rutschen", so von Kuczkowski.

Die bisherigen Erfahrungen dieser Saison gegen Gegner ähnlichen Kalibers stimmen nicht gerade optimistisch, konnte doch gegen Wülfrath, Viersen, Bocholt oder Rhede trotz Augenhöhe der erhoffte Dreier mehrmals nicht eingefahren werden. "Die Qualität ist dennoch da. Es fehlen keine elementaren Dinge, sondern stets geben Kleinigkeiten den Ausschlag gegen uns. Kleinigkeiten, die wir schnellstens korrigieren müssen", hat von Kuczkowski das Vertrauen in sein Team dennoch noch nicht verloren.

Mit dem Elan der letzten halben Stunde der Rhede-Partie soll nun möglichst nicht erst nach einem Rückstand agiert werden. Zudem muss die Chancenverwertung schleunigst verbessert werden, denn auch gegen Rhede waren genug Gelegenheiten für Zählbares da.

Personell fehlen Gordon Weniger (Sperre) und Stefan Osman-Reinkens (Bauchmuskelzerrung) weiterhin. Mit Frank Rörthmans steht ein eminent wichtiger Führungsspieler nach Bänderverletzung aber vor der Rückkehr. "Das würde mir wieder etwas mehr Alternativen geben", hofft von Kuczkowski. Tim Janz dürfte dann auf seine angestammte Position vor der Abwehr zurückkehren.

Nicht unterschätzen

Gegner Kapellen-Erft hat ebenso wie die Gocher bisher zu wenig Punkte auf dem Konto, ist aber nicht zu unterschätzen. Mit zwei Siegen zum Auftakt stark gestartet, machte das Team von Ex-Profi Markus Anfang eine Durststrecke von acht Niederlagen in Folge durch, wovon eine jedoch erst am "grünen Tisch" erlitten wurde. Außer Lob vom Gegner gab es nichts zu ernten. Beim VfL Rhede wurde vor dem spielfreien Wochenende mit 2:0 der Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden.

Nun soll natürlich daheim nachgelegt werden. Die Gocher Viktoria sah auf dem Kunstrasen im Erftstadion jedoch oft nicht schlecht aus. Im Vorjahr feierten die Gocher einen 2:0-Erfolg zum Saisonauftakt. Ein Ergebnis, mit dem sich Trainer von Kuczkowski und Co. auch dieses Mal sicher anfreunden könnten...

(RP)
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