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Reiten: Das Keppelner Springfestival ist ein Erfolg

Reiten : Großer Reitsport beim RV von Bredow

Die vielen Zuschauer kommen beim Keppelner Springfestival mit sieben Prüfungen der Klasse S auf ihre Kosten. Beim Mächtigkeitsspringen überwinden vier Teilnehmer die 1,95 Meter hohe Mauer. Außerdem gibt es eine besondere Show.

Das dreitägige Springfestival des RV von Bredow Keppeln hielt, was es versprochen hatte. Auf dem Hötzenhof der Familie Terhoeven-Urselmans wurde Reitsport der Extraklasse  geboten. Insgesamt 17 Springprüfungen, sieben davon in der schweren Klasse, gingen vor großer Zuschauerkulisse bei der perfekt organisierten Veranstaltung über die Bühne.

Die Besucher kamen bereits am ersten Tag auf ihre Kosten. Ein Höhepunkt war das Mannschaft-Springen der Klasse S* mit Stechen um den Hans-Theo-Terhoeven-Urselmans-Gedächtnispreis, dem Vater des Keppelner Springfestivals. Die beiden Parcoursbauer Georg Broeck­mann und Dirk Lukas hatten sich einiges einfallen lassen, um die Hindernisse leistungsgerecht und anspruchsvoll zu erstellen.

Dabei wiederholte das Team mit den Asperdener Reitern Inga Schuur­mann und Jule Hinckers, dem Kranenburger Lukas Wilmsen-Himmes und Lokalmatador Renè Lamers seinen Vorjahressieg. Auf Platz zwei kam die Equipe Asperden-Kessel, in der Judith Emmers, Lioba Lendl, Nicole van de Kamp und Jana Dennißen an den Start gegangen waren. Am Ende gab es das, was sich der 2017 verstorbene Hans-Theo Terhoeven-Urselmans immer gewünscht hat: eine große Ehrenrunde im roten Rock zu guter alter Marschmusik. Da standen nicht nur seinen Kindern, sondern auch manchem Zuschauer die Tränen in den Augen.

An Tag zwei dieses herausragenden Turniers, das mit viel Liebe zum Detail vorbereitet wurde, stand unter anderem das Mächtigkeitsspringen bis zur Entscheidung im Mittelpunkt. Einmal mehr bildete die gewaltige Mauer den Schwerpunkt der Prüfung, bei der manchem der zahlreichen Besucher der Atem stockte. Insbesondere dann, wenn Pferd und Reiter gänzlich hinter diesem Monstrum an Mauer verschwanden, sich dann aber über dieses Bollwerk schraubten und im anschließenden Galopp den verdienten Beifall erhielten. Es war eine Superstimmung in der Halle, wofür die Zuschauer nicht nur durch rhythmisches Klatschen sorgten.

Was die Entscheidung im Kampf um den Ehrenpreis des Uedemer Bürgermeisters Rainer Weber anbelangte, so hatte die Mauer am Ende eine Höhe von 1,95 Metern. Sie wurde von Kai Terhoven-Urselmans, Niklas Baule (beide RV Münsterland), Thorsten Schiltz (RFV Haßlinghausen) und Christian Eiling (RFV Reken) überwunden, die sich den Sieg teilten.

Grandios war auch das anschließende Barriere-Springen der besonderen Art, bei dem der Pariser Extremsportler Evan Leuret, 13-facher Weltmeister im Sprung über Hindernisse ohne Pferd, gegen Malin Terhoeven-Urselmans, der Rheinischen Nachwuchs-Championess, und Lisa Janßen, gleichfalls im Landeskader, in dem Springen mit Hindernissen bis 1,45 Meter Höhe antrat. So etwas hatte man in Keppeln noch nicht gesehen.

Der Höhepunkt am letzten Turniertag war das Zwei-Sterne-Springen der Klasse S mit Stechen. Es wurde von Daniel Könemund vom RV Burscheid-Pfaffenlöh gewonnen. Er blieb als einziger der vier Reiter, die sich für das Stechen qualifiziert hatten, im entscheidenden Umlauf ohne Abwurf.

Beste Reiterinnen aus dem Kreisverband waren im Normalumlauf Carina Janßen (Keppeln) und Judith Emmers (Asperden-Kessel) auf den Plätzen elf und zwölf, die jeweils einen Abwurf zu verzeichnen hatten. Marie-Louise Honig (Pfalzdorf) und Inga Schuurman (Asperden-Kessel) hatten in einem vorangegangenen S-Springen die Ränge fünf und sechs belegt.

Ergebnisse gibt es im Internet unter www.equiscore.de.