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Rebecca Verlage aus Kleve ist Team-Weltmeisterin im Voltigieren

Pferdesport : Rebecca Verlage ist Team-Weltmeisterin

Die Kleverin ist für das Voltigier-Team des VV Köln-Dünnwald im dänischen Herning gestartet. Die Deutschen gewinnen den finalen Zweikampf gegen eine französische Mannschaft.

Rebecca Verlage hat am Montagabend einen großen Erfolg gefeiert. Sie wurde Teamweltmeisterin im Voltigieren. Die Kleverin sicherte sich mit dem Team Norka des Voltigiervereins Köln-Dünnwald die Goldmedaille. Das deutsche Team lieferte sich ein packendes Finale mit einem französischen Sextett, das sich in der Pflicht einen kleinen Vorsprung erarbeitet hatte. Doch bei der Kür brillierten Rebecca Verlage und ihr Team. Eine Wertung von 9,063 gab es von der achtköpfigen Jury. Der Endstand von 8,614 reichte für den Gesamtsieg, die Franzosen holten mit 8,549 Silber. Auf dem dritten Platz landete die Schweiz.

Für das Team Norka starteten neben Rebecca Verlage auch Thomas Brüsewitz, Chiara Congia, Justin van Gerven, Mona Mertens sowie Gianna Ronca. Vorgestellt wurde die Gruppe von Ex-Weltmeister Patric Looser an der Longe des 14-jährigen Holsteiners Calidor. Das Gespann ist schon seit dem Saisonstart in bestechender Form, daher hatte man auch bereits im Frühjahr vorzeitig das WM-Ticket gelöst.

Für Rebecca Verlage war es eine anstrengende Woche. Am Mittwoch war das Team nach Herning in Dänemark gereist, am Donnerstag lebte man sich auf dem Areal ein. „Das ist insbesondere auch für die Pferde ganz wichtig“, sagt die angehende Lehrerin Rebecca Verlage. Am Freitag folgte das Abschlusstraining, ehe man am Samstag zur Pflicht antreten musste. „Wir haben uns zwar schon sehr wohlgefühlt, aber auch einige Kleinigkeiten nicht perfekt gemacht. Es waren keine groben Fehler, es ging nicht komplett in die Hose. Aber es war eben auch nicht alles perfekt“, sagt Rebecca Verlage.

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Allerdings galten die Deutschen im Vorfeld der Kür durchaus als favorisiert, immerhin hatte man sich vor einigen Wochen bereits beim renommierten CHIO in Aachen durchgesetzt. Und das mit klarem Vorsprung. „Wir wussten, dass wir unbedingt unsere Trainingsleistungen abrufen müssen, um den Sieg zu erringen. Auch bei der Kür gab es Kleinigkeiten, die uns aufgestoßen sind, aber das fällt dem Zuschauer kaum auf. Insgesamt waren wir dann aber doch sehr zufrieden“, sagt Rebecca Verlage. Das Team kennt sich seit Jahren – ein wichtiger Faktor für den Erfolg. „Wir kennen uns in- und auswendig und können uns aufeinander verlassen. Das ist ganz entscheidend. Dieser Erfolg bestätigt auch, was wir im Training geleistet haben. Das war den großen Einsatz wert“, sagt die Sportlerin.

Die Stimmung in der Reitsport-Arena sei bemerkenswert gut gewesen. Die Euphorie der Fans schwappte regelrecht auf die Voltigierer über. „Es sind unglaublich viele Freunde und Familienmitglieder angereist, die alle ausgerastet sind und uns unglaublich unterstützt haben. Ohne sie wäre dieser Erfolg nicht denkbar gewesen“, sagt Verlage. Auch die Ärzte und Physiotherapeuten hätten maßgeblichen Anteil daran, dass der WM-Coup gelungen ist.

„Wir können es eigentlich noch immer nicht fassen. Für uns alle ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagt die Kleverin. Noch ist die sportliche Reise allerdings nicht beendet. Am Mittwoch geht Rebecca Verlage noch beim Nationenpreis an den Start. „Es ist unser Ziel, als Weltmeister noch einmal eine starke Kür zu zeigen. Das wird etwas schwieriger werden, da die französischen Einzelvoltigierer sehr gut sind. Wir lassen es erst einmal auf uns zukommen. Die Vorfreude darauf ist aber groß. Wir genießen die Zeit hier“, sagt Rebecca Verlage.