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Prioritätenliste für Sporthallensanierung

Prioritätenliste für Sporthallensanierung

Sportausschuss und Klever Stadtverwaltung sind sich einig darüber, dass eine Prioritätenliste für die Sanierung der Sporthallen im Stadtgebiet erstellt werden soll. Bis zum Juni soll diese fertig sein, versprach bei der Sportausschusssitzung Bürgermeister Theo Brauer. Grundlage für die Liste ist das Gutachten zum Sportentwicklungsplan, das jüngst von der Deutschen Sporthochschule Köln vorgelegt wurde (RP berichtete).

Die Grünen-Stadtverordnete Hedwig Meyer-Wilmes sagte, dass sie überrascht sei, in welch guten Zustand die die Sporthallen seien. Ob die von Gutachter Holger Fuhrmann vorgestellte Idee, in Kleve vier Sportzentren zu errichten, eine gute sei, könne sie noch nicht beurteilen. SPD-Fraktionschef Alexander Frantz sagte: "Dem Konzept der vier Sportzentren kann man zustimmen. Das Engagement hierfür muss aber von den Vereinen kommen. Das kann man nicht verordnen." Damit appellierte Frantz an die ballspielenden Sportvereine, sich aufeinander zu zu bewegen. Darin stimmten alle Mitglieder ein. Die gemeinsame Nutzung einer Sportstätte sei nicht gleichbedeutend mit der Fusion von Vereinen, stellte Kämmerer Willibrord Haas klar. Der CDU-Stadtverordnete Edmund Ricken betonte, dass der im Gutachten empfohlene Umzug des VfL Merkur, Kleves größter Sportverein, auf das Gelände des 1. FC Kleve vordringlich zu behandeln sei. Alexander Janßen (Offene Klever) sagte, man müsse nun "den Mut haben, den Vereinen zu sagen, dass es so nicht mehr geht. Die demografische Entwicklung ist eindeutig. Wenn wir noch länger damit warten, hat sich das Problem von selbst erledigt und es kommt zum Vereinssterben."

Weiteres Thema war die Einrichtung eines Stadtsportbundes. "Dagegen habe ich nichts. Doch die Vereine müssen sich fragen, ob das eine Bereicherung ist", sagte Bürgermeister Theo Brauer. "Wenn wir den Stadtsportbund einrichten, bin ich gespannt, ob die Situation besser wird. Viele Vereine sind schließlich mit der jetzigen Situation und ihren Ansprechpartnern sehr zufrieden", so der Bürgermeister weiter. Alexander Frantz sagte: "Ein Stadtsportbund will gelebt sein."

Die Mitglieder beschlossen, dass der Sportausschuss künftig häufiger tagen und die Aufgaben einer Lenkungsgruppe übernehmen soll.

(RP)