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Lokalsport: Poredda schießt Tabellenführer Kleve ab

Lokalsport : Poredda schießt Tabellenführer Kleve ab

Ersatzgeschwächte Elf des GSV Moers setzt sich mit 1:0 gegen den Ligaprimus durch. Klever Gäste bleiben am Solimare alles schuldig. Die Gastgebermannschaft überzeugt durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit und Cleverness.

Abwehrspieler Tobias Berger am Donnerstag beim 2:2 in Buchholz verletzt, Kapitän und die derzeitige Seele des GSV-Spiels, Eric Holz ebenfalls nur in Zivil und humpelnd als Besucher auf der Anlage. Was also wollte der GSV Moers im Duell mit dem aktuellen Landesliga-Spitzenreiter 1. FC Kleve erreichen? Die Antwort ist simpel: Eine ganze Menge. Und als der Essener Schiedsrichter Sebastian Frank nach 98 Minuten abpfiff, jubelte die Mannschaft in gelb und schwarz. Durch ein Tor von Simon Poreddabesiegten die Moerser die Gäste aus der Schwanenstadt mit 1:0 (0:0). Für die Klever geht ein aus ihrer Sicht ernüchternedes Osterfest zu Ende. Zwei Spiele über die Feiertage und zwei Niederlagen, nachdem die Schützlinge von FC-Trainer Thomas von Kuczkowski zuvor seit dem 14. Oktober 2012 (0:1 bei TuB Bocholt) ungeschlagen geblieben waren.

Dagegen blicken die Moerser wieder recht zuversichtlich in die Zukunft. Das dürfen sie auch, nachdem sie gegen den Tabellenführer hinten in der Abwehr gut standen und mit einer gehörigen Portion Cleverness den knappen Vorsprung über die Zeit brachten. Die Gäste hatten nur nach einer halben Stunde den Torschrei auf den Lippen. Da wehrte Tolga Günes auf der eigenen Torlinie den Ball nach einem Schuss des früh eingewechselten Kevin Bodden ab. Auf der anderen Seite parierte FC-Torhüter Poli Minas einen Schuss von Simon Poredda. Überhaupt Poredda. Der war ein ständiger Unruheherd, ging keinem Zweikampf aus dem Weg und sorgte am Ende auch für die Entscheidung. Und der Moerser Trainer Werner Wildhagen hatte ein glückliches Händchen. Er wechselte den glücklosen Aykut Oktay gegen Kevin Dyka aus.

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Da Dyka zumeist über die rechte Seite kommt, beorderte Poredda vom rechten auf den linken Flügel. Kaum zehn Minuten nach dieser verhältnismäßig simplen Umstellung fiel das "Tor des Tages. Die Kaninchen im angrenzenden Schlosspark werden wohl genau hingesehen haben, wie der Ex-Budberger die Haken um die Klever-Abwehrspieler geschlagen hat. Jedenfalls war sein Schuss ein Volltreffer genau in die Ecke des Klever Tores. Wer nun gedacht hat, die Gäste würden für ein wenig mehr Leben auf dem Moerser Kunstrasen sorgen, der sah sich bitter enttäuscht. Im Gegenteil, hätten die Moerser ihre vorhandenen Konterchancen ein wenig konsequenter genutzt, wäre der Erfolg noch deutlicher ausgefallen. Nur einen bangen Moment mussten die Moerser und ihr Anhang überstehen. Da verletzte sich ihr Torhüter Christoph Strauß an der Schulter. Er konnte jedoch nach kurzer Behandlungspause weiter machen.

Während seine Spieler auf dem Rasen noch jubelten, fasste Wildhagen die 90 Minuten zusammen. "Wir haben es den Klevern nicht leicht gemacht, weil wir die Räume eng gemacht haben. Es war taktisch eine sehr ordentliche Begegnung meiner Mannschaft."

Kleves Trainer Thomas von Kuczkowski sprach von einem verdienten Sieg der Gastgeber. "Wir haben kollektiv versagt, waren müde und lethargisch. Die 0:1-Niederlage geht absolut in Ordnung."

(RP)