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Pokal-Derby Pfalzdorf gegen Goch steigt ohne Zuschauer

Fußball.Kreispokal Kleve/Geldern : Pokal-Derby in Pfalzdorf steigt ohne Zuschauer

Die Alemannia lässt am Sonntag keine Fans zu. Der Grund: Sie sieht keine Chancen, die Corona-Bedingungen für die Begegnung gegen Viktoria Goch zu erfüllen.

Es ist ein Derby in der Vorschlussrunde des Fußball-Kreis­pokals, das unter normalen Umständen sicherlich wenigstens 300 Anhänger angezogen hätte. Doch was ist während der Corona-Pandemie schon normal? A-Kreisligist Alemannia Pfalzdorf hat jetzt jedenfalls bei einer Vorstandssitzung beschlossen, am Sonntag zum Lokalduell im Pokalwettbewerb der Saison 2020/21 gegen den Bezirksligisten Viktoria Goch, das um 15 Uhr angepfiffen wird, keine Zuschauer zuzulassen. „Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen, weil wir die Einnahmen sicherlich auch gut hätten gebrauchen können. Doch uns bleibt einfach keine andere Wahl“, sagt Jürgen Kamps, Vorsitzender der Alemannia.

Der Grund ist, dass die Stadt Goch alle Vereine jetzt noch einmal darauf hingewiesen hat, nur 100 Zuschauer auf ihre Anlagen zu lassen. So sehen es auch die aktuellen Corona-Regeln für den Sport vor. Mehr Besucher dürfen nur dann in die Stadien, wenn die Vereine eine sogenannte besondere Rückverfolgung garantieren können. Das heißt: Sie müssen exakt nachweisen können, welcher Zuschauer sich wo genau im Stadion aufgehalten hat.

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Für die Alemannia ist das schlichtweg nicht möglich. „Ein Verein, der eine Tribüne mit Sitzplätzen hat, wird das sicherlich leisten können. Doch auf unserer Anlage, auf der die Zuschauer rund um den Platz stehen, können wir das nicht schaffen. Es trifft wie immer die kleinen Vereine“, sagt Kamps.

Die Kassen am Sonntag zu öffnen und dann wieder zu schließen, wenn der 100. Besucher im Stadion ist, das wollte die Alemannia nicht. „Wir können doch die Leute nicht einfach vor dem Eingang stehen lassen, wenn das Limit erreicht ist. Das hätte nur Ärger gegeben, den wir uns lieber ersparen wollen. Deshalb kommen nur Angehörige der Spieler sowie Personen, die für einen der beiden Vereine offiziell tätig sind, auf unsere Anlage“, sagt Jürgen Kamps.