Fußball-Niederrheinpokal Alemannia Pfalzdorf verkauft sich gegen Hamborn 07 teuer

Goch · Der A-Ligist wird beim 0:4 gegen den Oberligisten Hamborn 07 klar unter Wert geschlagen. Trainer Thomas Erkens lobt seine Mannschaft.

 Außenseiter Alemannia, hier Jamie Caspers (rechts), bot gegen den drei Klassen höher spielenden Gegner eine gute Leistung.

Außenseiter Alemannia, hier Jamie Caspers (rechts), bot gegen den drei Klassen höher spielenden Gegner eine gute Leistung.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Die Vorgabe von Thomas Erkens war eindeutig. „Die Spieler sollen diese Partie genießen und Spaß haben. Und vielleicht schaffen wir es ja, ein Tor zu erzielen“, hatte der Trainer von Alemannia Pfalzdorf vor dem Heimspiel des A-Kreisligisten in der ersten Runde des Nieder­rheinpokals gegen den Oberligisten Hamborn 07 gesagt. Ein Treffer ist seinem Team am Mittwochabend nicht gelungen. Doch der Außenseiter verkaufte sich beim 0:4 (0:1) gegen den drei Klassen höher spielenden Gegner mehr als ordentlich.

Thomas Erkens stellte nach dem Abpfiff dann auch zu Recht fest: „In vielen Phasen der Partie sah das nicht wie ein Duell eines A-Ligisten gegen einen Oberligisten aus.“ Zwar geriet die Alemannia bei ihrer dritten Niederrheinpokal-Teilnahme in Serie bereits früh in Rückstand. Noah Hermann (7.) köpfte nach einer kurz ausgeführten Ecke zum 1:0 für Hamborn ein. Doch danach passierte lange nicht viel. Der Favorit hatte die größeren Spielanteile, doch Chancen erarbeitete er sich nicht.

Nach 33 Minuten tauchte die Alemannia zum ersten Mal vor dem gegnerischen Tor auf. Ein strammer Schuss von Cem Artas flog knapp am Ziel vorbei. Mit dem knappen Rückstand ging es in die Pause. Vor einem Jahr, beim 0:11 gegen Regionalligist 1. FC Bocholt, stand es da bereits 0:6 aus Sicht des Erkens-Teams. Die Hoffnung, diesmal für eine Überraschung sorgen zu können, währte jedoch nur bis zur 50. Minute. Da unterlief Cem Artas ein Eigentor.

Auf der anderen Seite verfehlte Luca Stratemann das Ziel nur knapp (51.). Es begann die stärkste Phase der Alemannia, die nun auf den Anschlusstreffer drängte. Dominik van Baal vergab nach Flanke von Nick Helmus die größte Gelegenheit des Gastgebers, als er aus zentraler Position über das Tor köpfte. Stattdessen schlug der Oberligist noch zweimal zu. Folarin Williams (72.) und Kilian Schaar (88.) erhöhten auf 4:0.

Thomas Erkens war mehr als zufrieden mit seiner Mannschaft. „Wir haben uns sehr gut geschlagen. Die ersten zwei Gegentreffer haben wir uns leider selbst reingelegt. Danach hatten wir einige gute Möglichkeiten. Das Endergebnis spiegelt das Spiel nicht wider“, sagte der Pfalzdorfer Trainer, der jetzt mit seinem Team im Pokalwettbewerb auf Kreisebene alles versuchen wird, erneut in den Niederrheinpokal einzuziehen.

Alemannia Pfalzdorf: Eckermann – Urbanek, Strodt, Voß, Rothemel – Völpert (89. Hoffmann), Stratemann – Caspers (73. Koenen), van Baal (80. Janßen), Artas (73. Saat) – Helmus (80. Renkens).