Tischtennis: Pia Dorißen für Top 24 qualifiziert

Tischtennis : Pia Dorißen für Top 24 qualifiziert

Tischtennis: WRW Kleve richtete Top 48-Bundesranglistenturnier der Jungen und Mädchen in Kellener Halle aus.

Ein voller Erfolg war das Top-48 Bundesranglistenturnier der Jungen und Mädchen (U18) für den ausrichtenden Verein WRW Kleve. Nicht nur aus organisatorischer Sicht verlief das Event, das in Marie-Sophie Wiegand und Leon Abich seine Bundesranglistensieger fand, reibungslos. Denn im Fokus stand aus Vereinsinteresse besonders dasAbschneiden von WRW-Akteurin Pia Dorißen. Die Regionalligaspielerin schlug stark auf, sicherte sich in der Endabrechnung Rang 15 und platzierte sich damit über allen Erwartungen. "Mein Ziel war es, mich zum Top 24 zu qualifizieren und das habe ich geschafft", zeigte sich Dorißen nach dem zweitägigen Turnier zufrieden.

Wenngleich die letzten Platzierungsspiele am Sonntag stattfanden, den Grundstein für das Resultat legte Dorißen am Samstag in der Gruppenphase, die sie mit einer 3:2-Bilanz beendete. Muriel Borschard aus Baden-Württemberg wurde zum Auftakt mit 3:0 besiegt, woraufhin ein überraschender 3:1-Sieg über Sophie Schädlich (Thüringen) folgte.

Der Gruppensiegerin und späteren Viertplatzierte, Amelie Rocheteau aus Niedersachen, nahm Dorißen immerhin noch einen Satz ab, war der Zweitligaakteurin am Ende aber unterlegen. Besonders tragisch: Rocheteau spielte sich bis in das Halbfinale, hatte die spätere Siegerin Marie-Sophie Wiegand bei einer 2:0-Satzführung klar im Griff und musste sich dann verletzungsbedingt geschlagen geben. Eine ausgekugelte Schulter beendete den Weg der Niedersächsin auf dem Weg zu Gold. "Amelie Rocheteau war die beste Spielerin im Turnier, ihr Ausscheiden war besonders für sie sehr schade", kommentierte WRW-Vereinsvorsitzende Sabine Bötcher.

Für Dorißen folgte nach dem Duell mit Rocheteau eine Fünfsatzniederlage gegen Hessens Lena Bucht, sodass das letzte Gruppenspiel über die endgültige Platzierung in der Vorrunde entschied. Mit einem klaren 3:0 verwies Dorißen hier Lena Reckziegel aus Sachsen-Anhalt. Und dann? Wurden die Sätze gezählt. Denn hinter Rocheteau, die die Gruppe mit vier Siegen bei einer Niederlage anführte, wiesen Dorißen, Schädlich und Bucht eine 3:2-Bilanz auf. Durch das gute Satzverhältnis stand hinter dem Namen von Pia Dorißen am Ende die Position zwei. "In der Endabrechnung war alles so eng, weil ich überraschend gut gespielt habe. Wenn ich, wie vielleicht von mir und anderen erwartet, nur ein oder zwei Spiele gewonnen hätte, dann hätte ohne großen Rechenaufwand festgestanden, dass neben Rocheteau die favorisierten Spielerinnen Schädlich und Bucht auf den vorderen Rängen landen", freute sich die 17-Jährige über ihr tolles Resultat und fügte an: "Es war natürlich erleichternd, dass ich die Qualifikation schon am Samstag in der Tasche hatte und nicht noch am Sonntag darum kämpfen musste." Das Top 24 wird am 22./23. November im saarländischen Marpingen ausgetragen. In den Platzierungsspielen ging es für Dorißen dann um die Ränge 1 bis 16. Zwei 0:3-Niederlagen gegen Nationalspielerin Jennie Wolf und Jule Wirlmann folgte ein 2:3 gegen Kathrin Hessenthaler am Sonntagmorgen. Zum Abschluss wurde Katharina Overhoff mit 3:0 bezwungen, was der Kleverin Rang 15 bescherte. Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Dr. Barbara Hendricks, übernahm die Siegerehrung. Die Schirmherrin hatte sich eine halbe Stunde vor Ende des Turniers bei Sabine Bötcher gemeldet und die freudige Nachricht überbracht, die Jugendlichen durch eine Terminverschiebung ehren zu können. "Das zeigt uns den Stellenwert der Veranstaltung", sagte Bötcher.

(RP)