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Fußball: Pfalzdorf will noch offensiver werden

Fußball : Pfalzdorf will noch offensiver werden

Mit der Meisterschaft in der Kreisliga A schaffte VfB Alemannia Pfalzdorf in der vergangenen Saison den Sprung in die Bezirksliga. Spielertrainer Peter Franke will mit seiner Mannschaft wieder attraktiven Fußball bieten.

Wer das Saisonziel von VfB Alemannia Pfalzdorf erfahren will, der wird auch in diesem Jahr einen (für Außenstehende freilich untersagten) Blick auf den Spiegel in der Mannschaftskabine werfen müssen. Wie schon in der vergangenen Saison formuliert das Trainergespann um Spielertrainer Peter Franke auch für die Saison 2013/2014 kein offizielles Saisonziel. "Wir haben ein Ziel, aber das werden wir nicht verraten. Wir wollen den Druck auf die Mannschaft wieder möglichst gering halten", sagt Franke.

Eine Strategie, die in der vergangenen Saison gut funktioniert hatte: Mit 79 Punkten bei 25 Siegen und nur drei Niederlagen bahnten sich die Pfälzer den Weg in die Bezirksliga. Dabei bekam die Franke-Elf nicht nur die wenigsten Gegentore (27), sondern erzielte mit durchschnittlich drei Treffern pro Spiel (96 Tore in 32 Spielen) auch die meisten Tore. Maßgeblichen Anteil an der Torflut hatten dabei die Stürmer Marcel Ranft und Co-Spielertrainer Christian Offermanns, die das Rennen um die Torjägerkrone in der A-Liga mit 34 bzw. 33 Treffern unter sich ausmachten.

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Erleichtert war die Mannschaft deswegen auch, als Offermanns sich im Juli doch zum Verbleib in Pfalzdorf entschied, nachdem er sich Ende Juni überraschend abgemeldet hatte. Welche genauen Gründe die Abmeldung und das Umdenken hatten, wollte man in Pfalzdorf nicht verraten — Franke ist jedoch froh, den Co-Trainer und Torproduzenten weiterhin an seiner Seite zu wissen: "Mannschaft und Trainer haben sich sehr dafür eingesetzt, dass er bleibt", so der Coach. Die Meistermannschaft aus der vergangenen Saison ist fast komplett zusammengeblieben und wurde unter anderem durch Mittelfeldspieler Simon Olfen vom 1. FC Kleve ergänzt. Auch am 4-4-2-Sytem halten die Pfalzdorfer fest — auch wenn Franke in der Vorbereitung versucht hatte, die Mannschaft auf 4-3-3 umzustellen. "Ich bin eigentlich kein Verfechter des 4-4-2. Aber das ist das beste Konzept für die Mannschaft", so Franke.

Erweitert wurde bei der Pfalzdorfer Alemannia das Trainergespann um Torwarttrainer Uli Kropmans und Co-Trainer Stefan Eikemper, der am Spielfeldrand das Sagen haben wird, wenn Franke und Offermanns auf dem Platz stehen. Und dann ist da noch Ralf van Koeverden, die "gute Seele des Vereins", wie es Franke formuliert, die sich um alles kümmert, was drumherum anfällt. Und dann gibt es da ja doch noch so etwas wie ein offizielles Saisonziel, dass, so hofft Franke, wieder viele Zuschauer nach Pfalzdorf locken wird: "Wir wollen attraktiven Fußball bieten, noch offensiver als im vergangenen Jahr." Oder um es mit den Worten von Christian Offermanns zu sagen: "In der letzten Saison haben uns einige Hasen die Tornetze zerfressen. In dieser Saison wollen wir die Löcher selber in die Netze schießen."

(RP)